
Jessica Bolewski
Ökotrophologin und Food-JournalistinWenn ein geliebter Mensch plötzlich weniger isst, Gewicht verliert oder schwächer wirkt, kann eine Mangelernährung dahinterstecken. Der Körper erhält hierbei nicht ausreichend Energie, Eiweiß oder andere wichtige Nährstoffe. Nicht nur dünne Menschen sind von ihr betroffen: Auch Personen mit normalem oder höherem Körpergewicht können mangelversorgt sein. Zu den wichtigsten Maßnahmen, die Mangelernährung verhindern können, gehören Warnzeichen früh zu erkennen, die Ursachen abklären zu lassen und die betroffene Person gezielt beim Essen und Trinken zu unterstützen.
Oft sind es die kleinen Dinge des Alltags, die uns mehr Lebensfreude schenken – in der Pflege zählt dazu das Fingerfood. Die Nährstoffminis ergänzen die Ernährungsroutine perfekt: Denn das handliche Essen ohne Besteck bringt den Spaß an Lebensmitteln zurück, trainiert die Sinne, fördert die Selbstständigkeit beim Essen und verbessert somit ganz nebenbei den Nährstoffstatus. Vorhang auf für den heimlichen Star in der Pflegeküche: fantastisches Fingerfood!
Wenn ältere Menschen ihren Appetit verlieren, ist das nicht nur eine Herausforderung für die Betroffenen selbst, sondern ebenso für dich als betreuende Pflegekraft. Denn Appetitlosigkeit kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben: Gewichtsverlust, Nährstoffmangel und eine verzögerte Genesung gehören zu den häufigsten Begleitsymptomen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von natürlichen Veränderungen im Körper bis hin zu Nebenwirkungen von Medikamenten oder psychischen Belastungen – was bei extremer Appetitlosigkeit hilft und wie du Betroffene dabei unterstützt, die Freude am Essen wiederzufinden.