Pfleger:in – Studium und Beruf

Veröffentlicht am 19.05.2025

Pfleger begleitet Patientin mit Krücken
AusbildungstypDuales Studium
Ausbildungsdauer3 Jahre
VorraussetzungAbitur

Du interessierst dich für einen Beruf, bei dem du wirklich etwas bewegen kannst? Du möchtest Menschen in schwierigen Situationen helfen, Verantwortung übernehmen und dabei einen sicheren, vielseitigen Job haben? Dann könnte das Pflegestudium genau das Richtige für dich sein.

Aktuelle Jobs als Gesundheits- und Krankenpfleger/in

In diesem Artikel erfährst du, was ein:e Pfleger:in eigentlich macht, welche Voraussetzungen du für ein Pflegestudium brauchst, wie das Studium abläuft und welche spannenden Arbeitsmöglichkeiten sich dir danach eröffnen.

Was macht ein:e Pfleger:in?

Als Pfleger:in kümmerst du dich um die Betreuung, Unterstützung und Pflege von Menschen, die krank, alt oder aus anderen Gründen auf Hilfe angewiesen sind. Dabei geht es nicht nur darum, bei alltäglichen Aufgaben wie Waschen, Anziehen oder Essen zu helfen. Pflege bedeutet viel mehr: Du begleitest Menschen in schwierigen Lebensphasen, unterstützt ihre Selbstständigkeit und trägst aktiv zu ihrer Gesundheit und Lebensqualität bei.

Typische Aufgaben von Pfleger:innen:

Bereich Beispiele und Erklärungen
Körperpflege und Alltagsunterstützung Du hilfst Patient:innen beim Waschen, Duschen oder Baden. Manche brauchen Hilfe beim Ankleiden oder beim Toilettengang. Auch das Zubereiten von Mahlzeiten oder das Anreichen von Essen gehört dazu, besonders wenn Patient:innen nicht mehr selbstständig essen können.
Medizinische Aufgaben Du misst den Blutdruck, überprüfst den Blutzucker bei Diabetiker:innen, wechselst Verbände bei Wunden und gibst Medikamente nach ärztlicher Anordnung. In Notfällen weißt du, was zu tun ist, z. B. bei Atemnot oder starken Schmerzen.
Psychosoziale Unterstützung Pflege bedeutet auch Zuhören, Trösten und Mutmachen. Viele Patient:innen sind ängstlich oder traurig. Du führst Gespräche, beruhigst und gibst Orientierung, besonders bei Menschen mit Demenz oder in der Palliativpflege (Begleitung Sterbender).
Beratung und Anleitung Du erklärst Patient:innen und ihren Angehörigen, wie man bestimmte Pflegehandlungen zuhause durchführen kann. Zum Beispiel: Wie wechselt man einen Verband richtig? Wie wird ein Rollstuhl benutzt?
Dokumentation Jede Maßnahme wird genau aufgeschrieben: Wann hast du Medikamente gegeben? Wie war die Wundheilung? Dadurch kann das gesamte Team gut zusammenarbeiten und die Qualität der Pflege wird gesichert.
Organisation und Zusammenarbeit Du planst Pflegeabläufe im Team, besprichst dich mit Ärzt:innen über Behandlungen und sorgst dafür, dass alle wichtigen Informationen rechtzeitig weitergegeben werden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Pfleger:in aus?

Ein typischer Tag im Krankenhaus könnte so aussehen:

  • Morgens: Du startest mit einer Übergabe vom Nachtdienst. Danach hilfst du den Patient:innen beim Aufstehen, Waschen und Ankleiden. Anschließend misst du Blutdruck und Temperatur und verteilst Frühstück.
  • Vormittags: Arztvisite – du begleitest die Ärzt:innen und informierst sie über den Zustand deiner Patient:innen. Danach führst du Wundversorgungen oder andere medizinische Aufgaben durch.
  • Mittags: Du unterstützt beim Mittagessen, dokumentierst deine Tätigkeiten und bereitest Patient:innen auf Untersuchungen oder Operationen vor.
  • Nachmittags: Gespräche mit Angehörigen, Pflegeplanungen, eventuell Begleitung zu Therapien (z.B. Physiotherapie).
  • Abends: Erneute Pflege- und Unterstützungsmaßnahmen, Abendessen und die Vorbereitung auf die Nachtruhe.

Was braucht man für ein Pflegestudium?

Wenn du Pflege studieren möchtest, kannst du das an einer Universität oder einer Fachhochschule tun. Um mit dem Studium beginnen zu dürfen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche dies sind, variiert je nach Hochschule - deshalb können wir dir im Folgenden nur einen Überblick darüber geben, mit welchen Zulassungsvoraussetzungen du meist rechnen musst. Informiere dich am besten auf der Webseite deiner favorisierten Universität oder Fachhochschule, um herauszufinden, welche Voraussetzungen du genau erfüllen musst.

Anna Liebig

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Schulische Voraussetzungen – Was musst du mitbringen?

In Deutschland benötigst du einen dieser Abschlüsse:

Abschluss Erklärung
Allgemeine Hochschulreife (Abitur) Damit kannst du an allen Universitäten und Fachhochschulen studieren.
Fachhochschulreife (Fachabitur) Damit kannst du an Fachhochschulen studieren.
Abgeschlossene Berufsausbildung in der Pflege + Berufserfahrung Manche Hochschulen lassen dich auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Pflegefachfrau/-mann zu, wenn du zusätzlich zwei bis drei Jahre Berufserfahrung gesammelt hast.

Persönliche Voraussetzungen – Was sollte zu dir passen?

Pflege ist ein Beruf, der viel Herz, Verstand und Durchhaltevermögen erfordert. Überlege ehrlich, ob du diese Eigenschaften mitbringst:

Eigenschaft Warum sie wichtig ist
Einfühlungsvermögen Du hast Verständnis für Menschen, die krank, verwirrt oder ängstlich sind.
Belastbarkeit In der Pflege benötigst du ein Mindestmaß an körperlicher Fitness, um Patient:innen zum Beispiel aufsetzen oder stützen zu können. Auch emotional solltest du belastbar sein: Du erlebst Erkrankungen, Leiden und manchmal auch Sterben mit. Das darf dich natürlich emotional mitnehmen, sollte dich aber nicht völlig aus der Bahn werfen – denn deine Patient:innen sind auf dich angewiesen!
Kommunikationsfähigkeit Du musst gut zuhören und klar erklären können, damit andere dich verstehen – gegenüber Patient:innen, Angehörigen und Ärzt:innen.
Verantwortungsbewusstsein Menschen vertrauen auf deine Hilfe – Fehler können ernsthafte Folgen haben.
Teamfähigkeit Pflegearbeit passiert nie allein. Du arbeitest immer mit Kolleg:innen, Ärzt:innen und Therapeut:innen zusammen.

Praktische Erfahrungen – (noch) keine Pflicht, aber sehr hilfreich

Viele Hochschulen wünschen sich, dass du (freiwillig!) vor Beginn des Studiums praktische Erfahrungen gesammelt hast, zum Beispiel:

  • Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenhaus oder Pflegeheim
  • Ein Pflegepraktikum über mehrere Wochen
  • Ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Gesundheitswesen
Tipp:
Auch wenn ein Praktikum nicht verpflichtend ist, lohnt es sich sehr. So kannst du schon früh herausfinden, ob dir die Arbeit mit Patient:innen wirklich liegt und ob du dir den Pflegealltag vorstellen kannst.

Weitere Anforderungen für ein Pflegestudium

Anforderung Erklärung
Gesundheitsnachweis Viele Hochschulen verlangen ein ärztliches Attest. Damit bestätigst du, dass du gesundheitlich in der Lage bist, den anstrengenden Pflegeberuf auszuüben. Das Attest bekommst du bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Es wird überprüft, ob du zum Beispiel chronische Erkrankungen hast, die den Beruf erschweren könnten (z. B. schwere Rückenprobleme oder Infektionskrankheiten). Ohne diesen Nachweis kannst du in der Regel nicht eingeschrieben werden.
Impfungen Einige Impfungen sind wichtig, um dich selbst und die Patient:innen zu schützen. Besonders häufig verlangt werden: Hepatitis A und B, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten). Manche Hochschulen verlangen auch einen Schutz gegen COVID-19. Tipp: Schau unbedingt auf der Webseite der Hochschule nach, welche Impfungen genau vorgeschrieben sind! Dein:e Hausärzt:in kann dir dabei helfen, fehlende Impfungen rechtzeitig nachzuholen.
Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis Dieses Dokument zeigt, ob du straffällig geworden bist. Du kannst es beim Bürgeramt deiner Stadt oder Gemeinde beantragen (entweder persönlich oder oft auch online). Falls du schwere Straftaten begangen hast (z. B. Körperverletzung, Diebstahl, Betrug oder Sexualdelikte), kannst du unter Umständen vom Studium ausgeschlossen werden. Das dient dem Schutz der Patient:innen, die dir im Beruf oft schutzlos vertrauen müssen. Ein „sauberes“ Führungszeugnis ist also sehr wichtig.

Was lernt man im Pflegestudium?

Das Pflegestudium ist eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis. Ziel ist es, dass du am Ende nicht nur einzelne Aufgaben erledigen kannst, sondern Pflege auf einem hohen, wissenschaftlichen Niveau verstehst und durchführst. Du wirst lernen, Menschen in ganz verschiedenen Situationen professionell zu begleiten – egal ob sie frisch operiert sind, an chronischen Krankheiten leiden oder eine intensive Betreuung am Lebensende brauchen.

Was wird im Studium unterrichtet?

Bereich Beispiele für Themen
Medizinisches Wissen Anatomie: Wie ist der menschliche Körper aufgebaut?
Physiologie: Wie funktionieren Organe wie Herz, Lunge oder Nieren?
Krankheitslehre: Wie entstehen Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall?
Pflegewissenschaft Pflegetheorien: Wie kann Pflege wissenschaftlich erklärt und geplant werden?
Pflegeforschung: Wie werden neue Pflegekonzepte entwickelt?
Pflegeplanung: Wie schreibt man Pflegeberichte und erstellt Pflegepläne?
Praxiswissen für den Pflegealltag Wundversorgung: Wie werden Wunden richtig behandelt?
Schmerzmanagement: Wie erkennst du Schmerzen und wie kannst du helfen?
Hygiene: Wie vermeidest du Infektionen bei der Arbeit?
Recht und Ethik Patientenrechte: Was dürfen Patient:innen entscheiden?
Schweigepflicht: Was musst du geheim halten?
Ethik in der Pflege: Wie triffst du schwierige Entscheidungen, z. B. in der Sterbebegleitung?
Kommunikation und Beratung Gesprächsführung: Wie sprichst du mit schwerkranken Menschen?
Angehörigenberatung: Wie unterstützt du Familien?
Interkulturelle Kompetenz: Wie gehst du auf Menschen aus verschiedenen Kulturen ein?
Management und Organisation Teamarbeit: Wie organisiert man Pflegedienste?
Qualitätsmanagement: Wie wird Pflegequalität gesichert?
Projektmanagement: Wie leitest du kleine Pflegeprojekte?

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Pflegestudium ist dual organisiert. Das heißt, du verbringst deine Zeit abwechselnd an der Hochschule und im praktischen Einsatz:

Teil Inhalt
Theoretische Phase (Hochschule) Vorlesungen, Seminare und praktische Übungen in Simulationsräumen. Hier lernst du die wissenschaftlichen Grundlagen.
Praktische Phase (Praxispartner) Du arbeitest in echten Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder ambulanten Diensten und betreust Patient:innen unter Anleitung.

Beispiel: Im ersten Semester lernst du in der Theorie, wie das Herz funktioniert. In der Praxisphase assistierst du dann vielleicht bei einer Herzkatheteruntersuchung im Krankenhaus.

Wie lange dauert ein Pflegestudium?

Ein Pflegestudium in Deutschland dauert:

  • 6 Semester, also 3 Jahre, wenn du in Vollzeit studierst.

Ein Semester umfasst etwa ein halbes Jahr. Das bedeutet:

  • 3 Jahre Studium = 6 Semester = ca. 6 theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte.
Tipp:
Manche Hochschulen bieten auch ein Teilzeitstudium an. Das dauert dann entsprechend länger – etwa 8 bis 10 Semester (4 bis 5 Jahre). Teilzeit eignet sich, wenn du nebenbei arbeiten oder Familie betreuen möchtest.

Was passiert während der 3 Jahre?

Jahr Typische Inhalte
1. Jahr Einführung in die Grundlagen der Pflege, Anatomie, erste Praxiseinsätze im Krankenhaus oder Pflegeheim. Du lernst grundlegende Pflegetechniken und Hygienemaßnahmen.
2. Jahr Vertiefung medizinischer Kenntnisse, spezialisierte Pflege (z. B. Intensivpflege, Gerontologie), komplexe Pflegesituationen verstehen. Praxis in verschiedenen Fachabteilungen.
3. Jahr Vorbereitung auf Leitungsaufgaben, Pflegeforschung, Ethik und Recht in schwierigen Situationen. Praxisphasen mit größerer Eigenverantwortung. Abschlussarbeit (Bachelorarbeit).

Abschluss: Was hast du am Ende in der Hand?

Am Ende deines Studiums erhältst du:

  • den akademischen Grad: Bachelor of Science (B.Sc.) in Pflege
  • und meist auch die staatliche Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann (nach bestandenen Prüfungen).
Achtung:
Nur Studiengänge, die mit beiden Abschlüssen enden (Bachelor + staatliche Anerkennung), berechtigen dich zur direkten Arbeit im Pflegeberuf. Achte bei der Studienwahl unbedingt darauf!

Prüfungen – was kommt auf dich zu?

Während des Studiums musst du verschiedene Prüfungen ablegen:

  • Klausuren zu theoretischen Themen (z.B. Anatomie, Pflegewissenschaft)
  • Praxisprüfungen (z.B. eine Wundversorgung korrekt durchführen)
  • Hausarbeiten und Projektarbeiten (z.B. Erstellung eines Pflegeplans)
  • Bachelorarbeit am Ende des Studiums: Hier schreibst du eine wissenschaftliche Arbeit über ein Pflegethema deiner Wahl.

Wo kann ich mit einem Pflegestudium arbeiten?

Nach deinem Pflegestudium stehen dir viele Türen offen! Du kannst nicht nur in klassischen Pflegeeinrichtungen arbeiten, sondern auch in Bereichen, die vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so bekannt sind. 

Klassische Arbeitsfelder

Arbeitsfeld Was du dort machst
Krankenhaus Du arbeitest auf Stationen wie Chirurgie, Innere Medizin oder Intensivstation. Morgens hilfst du Patient:innen beim Aufstehen, Waschen und Ankleiden. Du misst Vitalzeichen (Blutdruck, Puls, Temperatur), assistierst Ärzt:innen bei Untersuchungen, legst Infusionen an oder wechselst Verbände. Außerdem dokumentierst du alle Pflegemaßnahmen genau und sprichst mit Patient:innen und Angehörigen über Behandlungen. Oft musst du auf plötzliche Veränderungen reagieren, z. B. bei Komplikationen.
Pflegeheim Du betreust ältere Menschen, die dauerhaft Pflege brauchen. Dazu gehört Hilfe bei der Körperpflege, beim Essen und bei der Mobilisation (z. B. Aufstehen, Spazierengehen mit Rollator). Du beobachtest den Gesundheitszustand genau, gibst Medikamente, sorgst für eine angenehme Tagesstruktur (z. B. gemeinsames Frühstück, Spiele, Ausflüge) und bist oft auch einfach eine wichtige Gesprächspartner:in. Aktivierungsangebote wie Bewegungs- oder Gedächtnisübungen sind hier besonders wichtig.
Ambulante Pflege Du fährst mit dem Auto von Wohnung zu Wohnung. Dort hilfst du Patient:innen bei der Körperpflege, gibst Medikamente, versorgst Wunden oder hilfst beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen. Oft übernimmst du auch Beratungsaufgaben – etwa zeigst du Angehörigen, wie sie selbst bei der Pflege unterstützen können. Du arbeitest sehr selbstständig und musst schnell auf Veränderungen reagieren, z. B. bei plötzlichem Fieber oder Stürzen.
Rehaklinik Hier unterstützt du Menschen, die sich nach einer Krankheit oder Operation wieder ins Leben zurückkämpfen. Morgens hilfst du beim Aufstehen, Anziehen und bei der Mobilisation. Du begleitest Patient:innen zu Therapien (z. B. Physiotherapie) oder machst selbst einfache Bewegungsübungen mit ihnen. Du motivierst sie, dokumentierst Fortschritte und arbeitest darauf hin, dass sie bald wieder selbstständig leben können.

Spezialisierte Pflegebereiche

Spezialgebiet Was du dort machst
Intensivpflege Du betreust schwerstkranke Patient:innen, die oft an Beatmungsgeräte, Infusionspumpen oder Monitore angeschlossen sind. Du überwachst ständig die Vitalzeichen, erkennst kleinste Veränderungen und musst schnell reagieren, wenn sich der Zustand verschlechtert. Du bedienst hochmoderne Technik und arbeitest immer eng mit Ärzt:innen zusammen. Der Alltag ist intensiv, technisch anspruchsvoll und erfordert sehr viel Konzentration.
Palliativpflege und Hospizarbeit Hier begleitest du Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Du kümmerst dich darum, Schmerzen zu lindern, Symptome wie Atemnot oder Übelkeit zu behandeln und für eine möglichst angenehme Atmosphäre zu sorgen. Du führst viele Gespräche, hörst zu, spendest Trost – auch für Angehörige. Wichtig: In der Palliativpflege steht die Lebensqualität im Mittelpunkt, nicht die Heilung.
Psychiatrische Pflege Du betreust Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen oder Angststörungen. Dein Arbeitsalltag besteht aus Gesprächen, Beobachtung des Verhaltens, Krisenintervention und Unterstützung bei alltäglichen Dingen wie Körperpflege oder Strukturierung des Tages. Du arbeitest eng mit Psycholog:innen und Therapeut:innen zusammen und hilfst den Patient:innen, wieder Stabilität im Leben zu finden.
Pädiatrische Pflege Hier arbeitest du mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Du unterstützt die kleinen Patient:innen bei der Genesung, hilfst beim Waschen und Essen, gibst altersgerechte Medikamente und erklärst Behandlungen spielerisch. Außerdem arbeitest du eng mit den Eltern zusammen und gibst ihnen Sicherheit im Umgang mit der Krankheit oder dem Krankenhausalltag ihres Kindes.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Ist ein Pflegestudium sinnvoll?

Ein Pflegestudium ist sehr sinnvoll, wenn du nicht nur praktisch arbeiten, sondern Pflege auch auf einem wissenschaftlichen Niveau verstehen und gestalten möchtest. Pflegekräfte mit Studium sind besonders gefragt, weil sie Fachwissen und praktische Erfahrung kombinieren können. Außerdem bietet dir die Pflegebranche einen sehr sicheren Arbeitsplatz, da gut ausgebildete Pflegekräfte dringend benötigt werden.

Was braucht man, um Pfleger:in zu werden?

Um Pfleger:in zu werden, brauchst du das Abitur oder die Fachhochschulreife. Manche Hochschulen lassen dich auch zu, wenn du bereits eine Pflegeausbildung abgeschlossen und Berufserfahrung gesammelt hast.

Wie lange dauert es, Pflege zu studieren?

Ein klassisches Pflegestudium dauert drei Jahre, also sechs Semester, wenn du in Vollzeit studierst. Wenn du dich für ein Teilzeitstudium entscheidest, zum Beispiel weil du nebenbei arbeiten möchtest, dauert das Studium entsprechend länger, meistens vier bis fünf Jahre.

Wo kann man mit einem Pflegestudium arbeiten?

Mit einem Pflegestudium kannst du in sehr vielen Bereichen arbeiten. Klassisch sind Krankenhäuser, Pflegeheime oder ambulante Pflegedienste, wo du Patient:innen direkt betreust, medizinische Aufgaben übernimmst und ihre Lebensqualität unterstützt. Es gibt aber auch spezialisierte Arbeitsfelder wie die Intensivpflege, die Kinderkrankenpflege oder die psychiatrische Pflege.

Quellen:

  1. Pflegeausbildung.net. (o. D.). Pflegestudium – Inhalte und Perspektiven. Abgerufen am 28. April 2025, von www.pflegeausbildung.net/pflegestudium
  2. Bundesregierung. (o. D.). Pflegestudium als Weg in den Beruf. Abgerufen am 28. April 2025, von www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ueberblick-zum-pflegestudium-2271670
  3. StudyCheck. (o. D.). Pflege Studium: Studieninhalte und Ablauf. Abgerufen am 28. April 2025, von www.studycheck.de/studium/pflege

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