Pfleger:in – Gehalt

Veröffentlicht am 18.05.2025

Hand hält Hundereuroschein in der Hand
Einstiegsgehalt3.219 Euro
Durchschnittsgehalt4.037 Euro

Du überlegst, in die Pflege einzusteigen, und möchtest wissen, was du als Pfleger:in verdienen kannst? Gehalt ist ein wichtiger Punkt bei der Berufswahl – schließlich möchtest du nicht nur eine erfüllende Aufgabe haben, sondern auch finanziell gut aufgestellt sein. In diesem Artikel erklären wir dir, wie hoch das Gehalt in der Pflege wirklich ist, was du brutto und netto erwarten kannst und welche Faktoren dein Einkommen beeinflussen können.

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Wie viel verdient ein:e Pfleger:in brutto?

Bevor wir die Zahlen anschauen, klären wir kurz, was Bruttogehalt überhaupt bedeutet: Das Bruttogehalt ist der Betrag, den du offiziell als Gehalt bekommst, bevor Steuern und Sozialabgaben (z.B. Krankenversicherung, Rentenversicherung) abgezogen werden. Erst nachdem diese Abzüge gemacht wurden, erhältst du dein Nettogehalt, also den Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto landet (dazu unten mehr). Das Bruttogehalt ist die Summe, die auch in deinem Arbeitsvertrag steht.

Durchschnittliches Bruttogehalt

Als Pflegekraft in Deutschland verdienst du im Durchschnitt:

  • 3.611 Euro brutto pro Monat,
  • das entspricht etwa 43.332 Euro brutto pro Jahr.

Einstiegsgehalt und Entwicklung mit Berufserfahrung

Dein Gehalt entwickelt sich mit zunehmender Berufserfahrung weiter:

Anna Liebig

Pflegia Karriereberaterin

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Karrierephase Durchschnittliches Monatsbruttogehalt
Einstieg 3.219 Euro brutto
Mit Berufserfahrung 4.037 Euro brutto

Übersicht: Bruttogehalt im Vergleich

Hier siehst du eine weitere Aufschlüsselung der Bruttogehälter:

Bruttogehalt Betrag pro Monat
Minimum 3.426 Euro
Median (Mitte) 3.620 Euro
Maximum 3.744 Euro

Erklärung:

  • Minimum: Der niedrigere Gehaltsbereich, oft bei Berufsanfänger:innen oder in kleineren Einrichtungen.
  • Median: Das mittlere Gehalt – also die Mitte zwischen niedrigstem und höchstem Verdienst.
  • Maximum: Der höhere Bereich, den du etwa bei langer Berufserfahrung oder in großen Kliniken verdienst, die es sich leisten können, dir ein höheres Gehalt zu zahlen. Das Maximum wird eher in Großstädten mit hohen Lebenshaltungskosten (zum Beispiel München) gezahlt. In ländlichen Gegenden fällt das Gehalt niedriger aus.

Was beeinflusst das Bruttogehalt?

Dein Bruttogehalt wird von diversen Faktoren beeinflusst:

1. Bundesland

In Deutschland gibt es große Unterschiede beim Gehalt je nach Region. Im Westen und Süden (zum Beispiel in Bayern oder Baden-Württemberg) verdienen Pflegekräfte deutlich mehr als im Osten (zum Beispiel in Sachsen oder Thüringen).

Beispiel: Eine Pflegekraft in München verdient im Schnitt rund 500 bis 700 Euro brutto mehr pro Monat als eine Pflegekraft in Dresden – bei ähnlicher Berufserfahrung. Der Grund: In wirtschaftsstärkeren Regionen sind die Lebenshaltungskosten höher (z.B. Miete), und das spiegelt sich oft im Gehalt wider.

2. Arbeitgeber

Auch der Arbeitgeber spielt eine große Rolle für dein Gehalt. Grundsätzlich gilt:

  • Öffentliche Träger (z.B. städtische Kliniken) zahlen nach Tarifvertrag und dadurch meist besser als andere Arbeitgeber. Da hier jede:r Pfleger:in ein durch den Tarifvertrag festgelegtes Gehalt verdient, musst und kannst du dein Gehalt nicht verhandeln.
  • Private Pflegeheime oder ambulante Dienste zahlen oft etwas weniger, weil sie nicht an Tarifverträge gebunden sind. Hier ist dein Verhandlungsgeschick gefragt!
  • Kirchliche Träger (z.B. Caritas, Diakonie) zahlen ähnlich wie öffentliche Einrichtungen, weil sie eigene, aber vergleichbare Tarife haben.
Merke:
In einem großen kommunalen Krankenhaus wirst du fast immer nach Tarifvertrag bezahlt (z.B. TVöD), was dir ein sicheres und planbares Gehalt garantiert. In einem kleinen privaten Pflegedienst musst du dein Gehalt individuell aushandeln.

3. Tarifbindung

Wenn dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, hast du viele Vorteile:

  • Dein Gehalt ist fair, transparent und klar geregelt und steigt automatisch mit den Jahren (Erfahrungsstufen).
  • Du bekommst Zuschläge, zum Beispiel für Nachtarbeit, Feiertage oder Wochenenddienste.
  • Du hast Anspruch auf regelmäßige Gehaltserhöhungen und Sonderzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld).

Arbeitgeber ohne Tarifbindung zahlen häufig weniger – und es gibt keine Garantie für Gehaltserhöhungen.

Wichtig zu wissen:
Im öffentlichen Dienst (z.B. bei Kliniken) steigst du nach bestimmten Stufen auf – je länger du dabei bist, desto mehr verdienst du automatisch.

4. Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen

Je mehr Fachwissen du dir aneignest, desto besser sind deine Gehaltschancen. Typische Beispiele für Weiterbildungen, die dein Gehalt verbessern können:

Beispiel: Nach einer Weiterbildung zur Intensivpflegekraft kannst du nicht nur auf Intensivstationen arbeiten (was oft Zuschläge gibt), sondern verdienst im Durchschnitt auch einige hundert Euro mehr im Monat als eine Pflegekraft ohne Spezialisierung.

Wichtig
Im Rahmen eines Tarifvertrags steigst du mit Zusatzqualifikationen automatisch eine Stufe höher. Gilt kein Tarifvertrag, musst du dein Gehalt mit deinem Arbeitgeber neu verhandeln.

Wie viel verdient ein:e Pfleger:in netto?

Nachdem wir uns angeschaut haben, wie hoch das Bruttogehalt ist, geht es jetzt um die spannende Frage: Was bleibt am Ende wirklich auf deinem Konto übrig? Denn von deinem Bruttogehalt werden verschiedene Abgaben abgezogen, bevor du dein Nettogehalt erhältst.

Was bedeutet Nettogehalt?

Das Nettogehalt ist der Betrag, den du tatsächlich ausgezahlt bekommst. Vom Bruttogehalt abgezogen werden unter anderem:

  • Lohnsteuer (abhängig von deinem Einkommen und deiner Steuerklasse),
  • Solidaritätszuschlag (in den meisten Fällen heute sehr gering oder entfällt),
  • Kirchensteuer (nur, wenn du Mitglied einer Kirche bist),
  • Sozialversicherungsbeiträge: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung.

Das kann auf den ersten Blick viel wirken, aber es sichert dich auch für Krankheit, Alter oder Arbeitslosigkeit ab.

Beispiel: Nettogehalt als Pfleger:in

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Du verdienst als Pflegekraft 3.611 Euro brutto pro Monat. Angenommen, du bist:

  • ledig,
  • ohne Kinder,
  • in Steuerklasse I (typisch für Alleinstehende),
  • gesetzlich krankenversichert.

Dann beträgt dein ungefähres Nettogehalt etwa 2.300 bis 2.400 Euro pro Monat.

Hinweis:
Der genaue Betrag hängt von Faktoren wie deiner Krankenkasse, Kirchensteuerpflicht oder eventuellen Zusatzversicherungen ab.

Wie verändert sich das Nettogehalt beim Einstiegs- oder Maximalgehalt?

Bruttogehalt Ungefähres Nettogehalt (Steuerklasse I)
Einstiegsgehalt (3.219 €) ca. 2.050 bis 2.150 Euro
Durchschnittsgehalt (3.611 €) ca. 2.300 bis 2.400 Euro
Maximalgehalt (4.037 €) ca. 2.550 bis 2.650 Euro
Tipp:
Wenn du Kinder hast oder verheiratet bist, kannst du in eine günstigere Steuerklasse wechseln (z.B. III) und dadurch mehr netto behalten.

Warum ist das Nettogehalt wichtig zu kennen?

Das Nettogehalt zeigt dir, wie viel Geld du am Ende wirklich zur Verfügung hast – für Miete, Essen, Freizeit, Sparen oder Urlaub. Gerade in der Berufsplanung ist es wichtig, realistisch einzuschätzen, wie hoch dein Einkommen tatsächlich sein wird.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viel verdient ein:e Pfleger:in im Monat?

Als Pfleger:in verdienst du in Deutschland durchschnittlich etwa 3.611 Euro brutto im Monat. Wenn du frisch ins Berufsleben einsteigst, liegt dein Bruttogehalt bei ungefähr 3.219 Euro pro Monat. Mit wachsender Berufserfahrung kannst du dein Gehalt auf etwa 4.037 Euro brutto monatlich steigern.

Ist die Pflege ein gut bezahlter Beruf?

Im Vergleich zu vielen anderen sozialen Berufen ist die Pflege mittlerweile ein gut bezahlter Beruf – vor allem, wenn man die Sicherheit und die Karrierechancen berücksichtigt. Schon das Einstiegsgehalt ist solide, und durch Weiterbildungen, Spezialisierungen oder Leitungspositionen kannst du dein Gehalt deutlich steigern. Besonders in tarifgebundenen Einrichtungen, wie städtischen Kliniken oder kirchlichen Trägern, ist das Gehalt attraktiv geregelt und steigt automatisch mit deiner Berufserfahrung. Außerdem wird der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften in Zukunft noch weiter wachsen, was die Verhandlungsposition zusätzlich stärkt.

Welcher Arbeitgeber zahlt in der Pflege am besten?

Am besten verdienst du bei öffentlichen Arbeitgebern, also bei städtischen oder staatlichen Kliniken, die nach Tarifverträgen wie dem TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) bezahlen. Auch große kirchliche Träger wie Caritas oder Diakonie bieten gute Gehälter, weil sie eigene Tarife haben, die oft an den öffentlichen Dienst angelehnt sind. Private Pflegeeinrichtungen oder kleinere ambulante Dienste zahlen häufig etwas weniger. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Region: In westlichen und südlichen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg sind die Gehälter höher als im Osten Deutschlands.

Wie viel verdient man in der Pflege netto im Monat?

Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt dir als Pflegekraft ein Nettogehalt von etwa 2.300 bis 2.400 Euro im Monat, wenn du den durchschnittlichen Bruttolohn von 3.611 Euro hast und in Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) bist. Beim Einstiegsgehalt von etwa 3.219 Euro brutto liegt dein Nettogehalt bei rund 2.050 bis 2.150 Euro. Hast du mehr Berufserfahrung und ein Bruttogehalt von etwa 4.037 Euro, kannst du mit ungefähr 2.550 bis 2.650 Euro netto im Monat rechnen. Dein genauer Nettolohn hängt immer von deiner persönlichen Situation ab – zum Beispiel deiner Steuerklasse, ob du Kinder hast und ob du Kirchensteuer zahlst.

Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit. (o. D.). Entgeltatlas – Pflegefachkraft. Abgerufen am 28. April 2025, von www.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/8791
  2. StepStone.de. (o. D.). Gehalt als Pfleger:in. Abgerufen am 28. April 2025, von www.stepstone.de/gehalt/Pfleger-in.html
  3. Gehalt.de. (o. D.). Pfleger:in – Gehalt und Verdienstmöglichkeiten. Abgerufen am 28. April 2025, von www.gehalt.de/beruf/pfleger-pflegerin
  4. Deutsches Medizinrechenzentrum (DMRZ). (o. D.). Was ich in der Pflege verdiene: Unterschiede je nach Arbeitgeber. Abgerufen am 28. April 2025, von www.dmrz.de/blog/was-ich-in-der-pflege-verdiene-3-die-unterschiede-je-nach-arbeitgeber

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