Gesundheits- und Krankenpfleger:in Weiterbildungen

Veröffentlicht am 22.11.2024

Gesundheits- und Krankenpfleger in der Weiterbildung
Wichtiger Hinweis:
Der Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger:in wurde mit der Pflegereform 2020 in die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft überführt. Eine eigenständige Ausbildung ist seitdem nicht mehr möglich. Wer heute in diesem Bereich arbeiten möchte, absolviert die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft und kann sich im dritten Jahr auf den Bereich Krankenpflege spezialisieren. Bereits abgeschlossene Berufsabschlüsse bleiben selbstverständlich anerkannt.

Der Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger:in ist spannend, abwechslungsreich und flexibel. Die Möglichkeiten zur Weiterbildung, Spezialisierung und Arbeitszeitgestaltung machen ihn zu einem Beruf mit echten Perspektiven, sowohl inhaltlich als auch finanziell.

Aktuelle Jobs als Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Ausbildung und Berufsstart als Gesundheits- und Krankenpfleger:in – Das erwartet dich

Die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung und bereitet dich umfassend auf den Pflegealltag vor. Du lernst medizinische Grundlagen, pflegerische Techniken und den einfühlsamen Umgang mit Patient:innen und deren Angehörigen. Im dritten Ausbildungsjahr kannst du dich auf den Bereich Krankenpflege spezialisieren.

Der Berufseinstieg dürfte dir leichtfallen: Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften steigt stetig, und du kannst in verschiedenen Einrichtungen arbeiten, von Krankenhäusern über Rehabilitationszentren bis hin zu ambulanten Pflegediensten.

Weiterbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger:in – Spezialisierungen und Karrierechancen

Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen, die dir helfen, dein Fachwissen zu vertiefen, dich zu spezialisieren und höhere Positionen zu erreichen.

Anna Liebig

Pflegia Karriereberaterin

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Fachliche Spezialisierungen

Besonders gefragt sind Spezialisierungen in folgenden Bereichen:

Intensivpflege & Anästhesie: In der Intensivpflege betreust du Patient:innen auf Intensivstationen, die einer besonders engen Überwachung bedürfen. In der Anästhesiepflege arbeitest du im Operationsbereich und unterstützt Anästhesist:innen bei der Betreuung von Patient:innen.

Onkologie: Du begleitest Menschen mit Krebserkrankungen während ihrer Therapie und stehst ihnen sowohl medizinisch als auch emotional zur Seite.

Psychiatrische Pflege: Du arbeitest mit Patient:innen, die an psychischen Erkrankungen leiden, und unterstĂĽtzt sie in ihrem Alltag.

Palliativpflege: Du begleitest Menschen in ihrer letzten Lebensphase und bietest ihnen und ihren Angehörigen Unterstützung und Fürsorge.

Leitungspositionen und Studium

Neben fachlichen Spezialisierungen bieten sich Weiterbildungen im Bereich Management an:

Stationsleitung/Pflegedienstleitung: Du ĂĽbernimmst organisatorische und personelle Verantwortung und verbesserst dich auch finanziell.

Studium: Ein Studium in Pflegewissenschaften, Pflegemanagement oder Gesundheitsökonomie eröffnet dir zusätzliche Karrierewege und ermöglicht den Einstieg in leitende Positionen oder die Forschung und Lehre.

Arbeitszeitmodelle für Gesundheits- und Krankenpfleger:innen – Teilzeit, Schicht und Sabbatical

Gesundheits- und Krankenpfleger schaut auf die Uhr
canva.com

Der Pflegeberuf erfordert eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten, da Patient:innen rund um die Uhr betreut werden müssen. Dies hat aber auch seine Vorteile: Du kannst von verschiedenen Arbeitszeitmodellen profitieren, die dir helfen, Beruf und Privatleben besser miteinander zu vereinbaren.

Teilzeit: Passt eine volle Stelle derzeit nicht zu deiner Lebenssituation, kannst du mit Teilzeitarbeit deine Arbeitszeit individuell reduzieren. Dies ist insbesondere dann attraktiv, wenn du familiäre Verpflichtungen hast oder dir mehr Zeit für persönliche Interessen wünschst. Viele Einrichtungen bieten flexible Teilzeitmodelle an, die auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Schichtarbeit: In der Schichtarbeit wechseln sich Früh-, Spät- und Nachtdienste ab, wodurch du an manchen Tagen freie Zeiten hast, die du für private Termine oder zur Erholung nutzen kannst. Die Bereitschaft zur Schichtarbeit in unbeliebten Zeiträumen wird zudem oft durch Zuschläge honoriert, was deinem Gehalt zugutekommt.

Langzeitkonten: Manche Einrichtungen führen Langzeitkonten, auf denen du Überstunden ansammelst, um sie später für längere Auszeiten oder Sabbaticals zu nutzen. Dies macht dich besonders flexibel und bietet sich zum Beispiel an, wenn du gerne längere Fernreisen unternimmst.

Gehalt als Gesundheits- und Krankenpfleger:in – Einstieg, Tarifvertrag und Verdienstmöglichkeiten

Gehalt auf einen Blick

Durchschnittsgehalt: ca. 3.900 – 4.100 Euro brutto/MonatEinstieg im öffentlichen Dienst (TVöD-P, P7 Stufe 2): 4.212,36 Euro brutto/Monat
Einstieg bei privaten Trägern: ca. 2.800 – 3.200 Euro brutto/Monat
Intensivpflege/Anästhesie: durchschnittlich ca. 4.400 Euro brutto/Monat
Pflegemindestlohn (ab 1. Juli 2026): 21,03 Euro/Stunde

Beim Berufseinstieg kannst du als Pflegefachkraft mit Schwerpunkt Krankenpflege je nach Träger und Tarifbindung mit einem monatlichen Bruttogehalt zwischen 2.800 und 4.212 Euro rechnen. In öffentlichen Einrichtungen nach TVöD-P profitierst du von transparenten Gehaltsstrukturen und automatischen Stufenaufstiegen. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt dein Gehalt entsprechend.

Zusätzlich können Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit dein Einkommen merklich erhöhen. Spezialisierungen wie Intensivpflege oder Anästhesie werden besonders gut vergütet – Intensivpfleger:innen verdienen im Schnitt rund 4.400 Euro brutto monatlich. Übernimmst du eine Leitungsfunktion wie Stationsleitung oder Pflegedienstleitung, kannst du langfristig mit 4.000 bis 6.000 Euro brutto monatlich rechnen.

Fazit – Lohnt sich der Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger:in?

Als Gesundheits- und Krankenpfleger:in – heute ausgebildet als generalistische Pflegefachkraft mit Schwerpunkt Krankenpflege – hast du einen Beruf gewählt, der dir echte Perspektiven bietet. Die Kombination aus flexiblen Arbeitszeitmodellen, vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten und einem Gehalt, das durch Tariferhöhungen, Zulagen und Weiterbildungen kontinuierlich wachsen kann, macht diesen Beruf langfristig attraktiv.

Der steigende Bedarf an qualifizierten Pflegekräften sorgt zudem dafür, dass du als Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt gefragt bleibst – egal ob in der Klinik, der Rehabilitation oder der ambulanten Pflege.

Häufige Fragen zu Weiterbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger

Gibt es den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger:in noch?

Der eigenständige Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger:in wurde mit der Pflegereform 2020 in die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft überführt. Bereits erworbene Abschlüsse bleiben jedoch vollständig anerkannt.

Wie viel verdient man als Gesundheits- und Krankenpfleger:in?

Das Gehalt liegt je nach Träger, Region und Berufserfahrung zwischen 2.800 und 4.200 Euro brutto monatlich. Im öffentlichen Dienst nach TVöD-P startest du in Entgeltgruppe P7 mit 4.212,36 Euro brutto und steigst mit zunehmender Erfahrung automatisch in höhere Stufen auf.

Welche Weiterbildungen lohnen sich besonders?

Spezialisierungen in der Intensivpflege oder Anästhesie sind besonders lukrativ und können dein Gehalt auf durchschnittlich rund 4.400 Euro brutto monatlich steigern. Wer eine Leitungsposition anstrebt, kann mit einer Weiterbildung zur Pflegedienstleitung langfristig mit 4.000 bis 6.000 Euro brutto monatlich rechnen.

Kann man als Gesundheits- und Krankenpfleger:in in Teilzeit arbeiten?

Ja, viele Einrichtungen bieten flexible Teilzeitmodelle an, die sich gut mit familiären oder persönlichen Verpflichtungen vereinbaren lassen. Das Gehalt reduziert sich dabei anteilig entsprechend der geleisteten Arbeitsstunden.

Was ist der Pflegemindestlohn und gilt er auch fĂĽr Krankenpfleger:innen?

Der Pflegemindestlohn gilt für alle Pflegekräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen und beträgt ab dem 1. Juli 2026 mindestens 21,03 Euro pro Stunde. Er bietet insbesondere in privaten Einrichtungen ohne Tarifbindung eine wichtige finanzielle Absicherung.

Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz und fĂĽr Verbraucherschutz, Ausbildungs- und PrĂĽfungsverordnung fĂĽr die Pflegeberufe* (Pflegeberufe-Ausbildungs- und -PrĂĽfungsverordnung - PflAPrV); aufgerufen am 31.05.2026 von https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/BJNR157200018.html
  2. Ă–FFENTLICHER DIENST.INFO, Tarifvertrag fĂĽr den Ă–ffentlichen Dienst, P-Tabelle 2026, aufgerufen am 31.05.2026 von https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/p?id=tvoed-p-2026&matrix=1
  3. Die Bundesregierung, Verordnung der Bundesregierung, Mindestlöhne in der Altenpflege steigen; aufgerufen am 31.05.2026 von https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-altenpflege-steigt-2216632
  4. Akutmed, Krankenpfleger Gehalt.; aufgerufen am 31.05.2026 von https://akut-med.de/blog/krankenpfleger-gehalt

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