Altenpfleger:in - Berufsbild

Veröffentlicht am 18.10.2024

Altenpflegerin legt Patientin Hand auf die Schulter

Quelle: canva.com

In der Altenpflege kannst Du Dich auf vielfÀltige Weise weiterentwickeln und Karriere machen. Wir zeigen Dir, wie Du in den Beruf einsteigst und welche Wege Dir auch danach noch offenstehen.

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🎓Berufseinstieg: Nach der 3-jĂ€hrigen generalistischen Ausbildung (seit 2020) ist die Jobsuche dank hoher Nachfrage meist unkompliziert – Pflegeheime, ambulante Dienste, Kliniken und Hospize suchen fortlaufend FachkrĂ€fte.

📚Weiterbildungen: Gerontopsychiatrie, Palliativpflege, Praxisanleitung, Wundmanagement, Pflegedienstleitung oder ein Studium in Pflegewissenschaften – viele Spezialisierungen sind möglich.

🕐Arbeitszeitmodelle: Teilzeit, Schichtarbeit, Arbeitszeitkonten oder gezielte Wochenendarbeit bieten mehr FlexibilitĂ€t als klassische 9-to-5-Jobs – oft mit ZuschlĂ€gen verbunden.

đŸ’¶Gehalt nach Weiterbildung: Mit Spezialisierung oder Leitungsfunktion sind 3.000–4.900 € brutto/Monat erreichbar. Tarifgebundene Einrichtungen (TVöD) honorieren Qualifikationen zusĂ€tzlich.

❓Berufsbezeichnung heute: â€žAltenpfleger:in" wird umgangssprachlich weiter genutzt, der offizielle Abschluss lautet seit der Reform jedoch Pflegefachfrau / Pflegefachmann.

Altenpfleger:in Berufsbild & Gehalt

Altenpfleger:in - Ausbildung und Berufsstart

Der erste Schritt in Deine Karriere als Altenpfleger:in beginnt mit einer fundierten Ausbildung. Seit 2020 erfolgt die Ausbildung in der Pflege generalistisch, das heißt, sie vereint die Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderkrankenpflege. In den ersten beiden Jahren lernst Du allgemeine pflegerische Grundlagen, und im dritten Jahr kannst Du Dich entweder auf Altenpflege spezialisieren oder den Abschluss als Pflegefachmann:frau machen.

Anna Liebig

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Nach der Ausbildung stehen Dir viele Möglichkeiten offen, um in den Beruf einzusteigen. Die Nachfrage nach qualifizierten Altenpfleger:innen ist sehr hoch, sodass Du meist direkt eine Stelle findest. Arbeitgeber:innen wie Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Rehabilitationskliniken oder Hospize suchen fortlaufend nach FachkrĂ€ften. Dein Berufseinstieg wird durch eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Kolleg:innen unterstĂŒtzt, die Dir den Start erleichtern und Dir die praktischen Seiten des Berufsalltags nĂ€herbringen. Hier kannst Du das im theoretischen Teil der Ausbildung Gelernte in der Praxis anwenden und Dich weiterentwickeln.

Weiterbildungen fĂŒr Altenpfleger:innen

Die folgenden Weiterbildungen in der Altenpflege ermöglichen es Dir, Deine FÀhigkeiten zu erweitern, Dich auf bestimmte Fachgebiete zu spezialisieren und Deine Karrierechancen zu verbessern.

Fachweiterbildung in Gerontopsychiatrie

Diese Weiterbildung bereitet Dich darauf vor, Ă€ltere Menschen mit psychischen Erkrankungen, wie Demenz oder Depressionen, zu pflegen und zu betreuen. Du lernst, wie Du mit herausfordernden Verhaltensweisen umgehst, die richtige Therapie unterstĂŒtzt und sowohl Patient:innen als auch Angehörige beratend zur Seite stehst.

Palliativpflege

Die Palliativpflege ist auf die Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase spezialisiert. Du wirst darin ausgebildet, Schmerzen und andere belastende Symptome zu lindern und Deinen Patient:innen eine wĂŒrdevolle und möglichst schmerzfreie Zeit zu ermöglichen. Hier steht die seelische UnterstĂŒtzung sowohl der Patient:innen als auch ihrer Angehörigen im Fokus.

Praxisanleitung

Wenn Du Freude daran hast, Dein Wissen weiterzugeben, könnte die Weiterbildung zum:zur Praxisanleiter:in genau das Richtige fĂŒr Dich sein. Als Praxisanleiter:in bildest Du Auszubildende in der Altenpflege aus und unterstĂŒtzt sie in ihrer praktischen Arbeit. Du vermittelst ihnen nicht nur pflegerische Fertigkeiten, sondern bist auch eine wichtige Ansprechperson fĂŒr ihre berufliche Entwicklung.

Wundmanagement

In der Weiterbildung zum:zur Wundmanager:in erwirbst Du spezielles Wissen ĂŒber die Behandlung chronischer und schwer heilender Wunden. Du wirst zum:zur Expert:in in der Wundversorgung und hilfst dabei, die LebensqualitĂ€t der Patient:innen zu verbessern, indem Du moderne Wundtherapien anwendest.

Leitung von Pflegeeinrichtungen

Möchtest Du Dich in eine FĂŒhrungsposition entwickeln, ist die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung oder Heimleitung eine spannende Option. Hier lernst Du, wie Du eine Pflegeeinrichtung leitest, Personal planst und Budgetverantwortung ĂŒbernimmst. Diese Weiterbildung qualifiziert Dich fĂŒr Managementaufgaben und eröffnet Dir den Weg zu verantwortungsvollen Positionen in der Pflege.

Studium

Ein Studium in Pflegewissenschaften, Pflegemanagement oder Gesundheitsökonomie bietet Dir die Möglichkeit, Deine Karriere auf eine akademische Ebene zu bringen. Ein solches Studium eröffnet Dir nicht nur neue berufliche Perspektiven, sondern auch FĂŒhrungs- und LehrtĂ€tigkeiten in der Pflege.

Karrierewege fĂŒr Altenpfleger:innen - Alternative Arbeitszeitmodelle

Der Beruf der Altenpfleger:in erfordert FlexibilitĂ€t, da viele Einrichtungen rund um die Uhr Betreuung anbieten mĂŒssen. Doch gerade dadurch gibt es auch alternative Arbeitszeitmodelle, die es Dir ermöglichen, Deine Arbeit mit Deinem Privatleben besser zu vereinbaren. Diese Modelle bieten oft mehr FlexibilitĂ€t als in anderen Berufen, was besonders dann von Vorteil ist, wenn Du Familie hast oder Deine Arbeitszeiten an persönliche BedĂŒrfnisse anpassen möchtest.

Teilzeitarbeit

Viele Pflegeeinrichtungen bieten Teilzeitmodelle an, die Dir die Möglichkeit geben, weniger als die regulÀren 40 Stunden pro Woche zu arbeiten. So kannst Du eine bessere Work-Life-Balance erreichen, insbesondere dann, wenn Du familiÀre Verpflichtungen hast.

Schichtarbeit

Die klassische Schichtarbeit im FrĂŒh-, SpĂ€t- oder Nachtdienst ist zwar herausfordernd, bietet Dir jedoch auch die Möglichkeit, an freien Tagen wichtige Erledigungen zu machen oder spontane Freizeit zu genießen. Schichtarbeit ist in der Altenpflege weit verbreitet. WĂ€hrend sie die einen abschreckt, erkennen die anderen ihren Wert: Dieses Arbeitsmodell ist deutlich flexibler als der herkömmliche 9-to-5-Job und zum Beispiel fĂŒr so manche Nachteule eine echte Rettung.

Arbeitszeitkonten

In einigen Einrichtungen gibt es sogenannte Arbeitszeitkonten. Dabei sammelst Du Überstunden, die Du zu einem spĂ€teren Zeitpunkt in Form von zusĂ€tzlichen freien Tagen abbauen kannst. Dies bietet Dir die Freiheit, Deine Arbeitszeit langfristig flexibler zu planen.

Wochenendarbeit

Viele PflegekrÀfte arbeiten gezielt an Wochenenden und Feiertagen, um unter der Woche mehr Freizeit zu haben. Diese Arbeitszeiten gehen oft mit höheren ZuschlÀgen einher, sodass Du nicht nur mehr FlexibilitÀt, sondern auch ein höheres Einkommen erzielst.

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Altenpflege - Gehalt nach der Weiterbildung

Nach einer Weiterbildung in der Altenpflege kannst Du Dein Gehalt spĂŒrbar steigern. Spezialisierungen wie Palliativpflege, Wundmanagement oder Gerontopsychiatrie eröffnen Dir nicht nur neue Aufgabenfelder, sondern auch höhere Verdienstmöglichkeiten. Auch als Praxisanleiter:in oder durch eine Fortbildung zur Pflegedienstleitung kannst Du mehr Verantwortung ĂŒbernehmen und Dein Gehalt entsprechend erhöhen. In der Regel fĂŒhrt eine solche Weiterbildung zu einem Gehaltssprung von mehreren hundert Euro monatlich. So kannst Du, je nach Position und Erfahrung, mit einem Einkommen zwischen 3.000 und 4.900 Euro brutto pro Monat rechnen. Besonders in tarifgebundenen (TVöD) Einrichtungen, wie denen des öffentlichen Dienstes, werden diese Qualifikationen durch Gehaltserhöhungen und Sonderzahlungen honoriert.

FAQs Altenpfleger

Was heißt der Beruf Altenpfleger:in heute?

Der Beruf Altenpfleger:in wird heute im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann bezeichnet. Seit der Reform der Pflegeausbildung wurden die bisherigen Ausbildungen in Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zusammengefĂŒhrt.

Wie viel verdient man als Altenpfleger:in?

Das Gehalt als Altenpfleger:in liegt in Deutschland im Durchschnitt bei etwa 3.200 € bis 3.800 € brutto monatlich. Je nach Berufserfahrung, Bundesland, Arbeitgeber und Tarifbindung kann das Gehalt auch darĂŒber oder darunter liegen. Einen Überblick findest du in unserem Gehaltsreport.

Wie viel verdient man als Altenpfleger:in netto?

Netto bleiben Altenpfleger:innen je nach Steuerklasse und Abgaben ungefĂ€hr 2.100 € bis 2.600 € im Monat ĂŒbrig. Das tatsĂ€chliche Nettogehalt hĂ€ngt stark von individuellen Faktoren wie Steuerklasse, Familienstand und Bundesland ab.

Wie hoch ist der Stundenlohn als Altenpfleger:in?

Der Stundenlohn als Altenpfleger:in liegt durchschnittlich bei etwa 18 € bis 23 € brutto. Durch ZuschlĂ€ge fĂŒr Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit kann der effektive Stundenlohn deutlich höher ausfallen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Altenpfleger:in?

Die Ausbildung zur Altenpfleger:in dauert in der Regel 3 Jahre und erfolgt im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung. Sie kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischen EinsÀtzen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Altenpfleger:in?

WĂ€hrend der Ausbildung erhalten angehende PflegefachkrĂ€fte eine AusbildungsvergĂŒtung, die je nach Ausbildungsjahr ansteigt. Im Durchschnitt liegt sie zwischen etwa 1.100 € und 1.300 € brutto im Monat.

Was ist der Unterschied zwischen examinierter Altenpfleger:in und Altenpfleger:in?

Einen echten Unterschied gibt es heute so nicht mehr.
Der Begriff „examinierte Altenpfleger:in“ wurde frĂŒher fĂŒr PflegekrĂ€fte verwendet, die eine staatlich anerkannte Ausbildung in der Altenpflege erfolgreich abgeschlossen haben.

Heute wurde diese Ausbildung durch die generalistische Pflegeausbildung ersetzt. Der offizielle Abschluss lautet nun Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann.

Im Alltag wird der Begriff „Altenpfleger:in“ jedoch weiterhin hĂ€ufig verwendet – meist als allgemeine Bezeichnung fĂŒr FachkrĂ€fte in der Altenpflege.

Welche Berufe kann man nach der Altenpflege noch ausĂŒben?

Nach der Ausbildung stehen Altenpfleger:innen viele Karrierewege offen, zum Beispiel als Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung oder durch Spezialisierungen wie Intensivpflege oder QualitÀtsmanagement.

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