Atemwegsinfektionen: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung
Veröffentlicht am 26.09.2025

Atemwegsinfektionen werden durch Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöst und sind meist sehr ansteckend. Quelle: Canva.de
Atemwegsinfektionen zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und betreffen sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege. Sie werden in der Regel durch Viren oder Bakterien verursacht und können von harmlosen Erkältungen bis hin zu schweren Erkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündung reichen. Eine frühzeitige Diagnose sowie gezielte Behandlungs- und Vorbeugemaßnahmen sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.
Definition von Atemwegsinfektionen
Eine Atemwegsinfektion ist eine durch Viren, Bakterien oder seltener Pilze verursachte Entzündung der Schleimhäute in den Atemwegen. Je nach betroffenem Bereich unterscheidet man zwischen Infektionen der oberen Atemwege (z. B. Nase, Rachen, Kehlkopf) und Infektionen der unteren Atemwege (z. B. Luftröhre, Bronchien, Lunge).

Einteilung anhand des Infektionsortes
Atemwegsinfektionen können an verschiedenen Teilen der Atemwege lokalisiert sein. Die genaue Bezeichnung der Erkrankung richtet sich dabei nach dem betroffenen Abschnitt der Atemwege.
| Bezeichnung | Definition |
|---|---|
| Rhinitis | Entzündung der Nasenschleimhaut, meist durch Viren verursacht |
| Rhinosinusitis | Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Nasenschleimhaut, oft infolge einer Rhinitis |
| Laryngitis | Entzündung des Kehlkopfes (Larynx), häufig durch Viren |
| Tracheitis | Entzündung der Luftröhre (Trachea), meist durch virale Infekte |
| Bronchitis | Entzündung der Bronchien, oft im Rahmen eines Atemwegsinfekts |
| Bronchiolitis | Entzündung der kleinen Bronchien (Bronchiolen), vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern, meist durch RSV-Viren |
| Alveolitis | Entzündung der Lungenbläschen (Alveolen), z. B. durch Infekte, Inhalationsgifte oder Autoimmunreaktionen; kann zu Atemnot und trockenem Husten führen |
Es gibt auch zahlreiche Mischformen, bei denen mehrere Abschnitte der Atemwege gleichzeitig betroffen sind – etwa bei einer Rhinosinusitis, Tracheobronchitis oder Laryngotracheitis. Wenn die gesamte Lunge entzündet ist, spricht man von einer Pneumonie.

Anna Liebig
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Einteilung anhand des zeitlichen Verlaufs
Der Verlauf von Atemwegsinfektionen kann sich unterscheiden – von plötzlich auftretend und kurzzeitig bis hin zu langanhaltend oder wiederholt. Die folgende Tabelle erklärt die wichtigsten Begriffe dazu.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Akuter Atemwegsinfekt | Plötzlicher Beginn einer meist kurzen Entzündung der Atemwege, die typischerweise innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen abklingt. |
| Chronischer Atemwegsinfekt | Langanhaltende oder immer wiederkehrende Entzündung der Atemwege, die über Wochen oder Monate bestehen kann. |
| Rezidivierender Atemwegsinfekt | Wiederholtes Auftreten von Atemwegsinfekten, mit symptomfreien Intervallen dazwischen. |
Besondere Atemwegsinfektionen
SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) und MERS (Middle East Respiratory Syndrome) sind durch Coronaviren verursachte Atemwegsinfektionen, die aufgrund ihres schweren Verlaufs und ihrer hohen Sterblichkeit als besondere Infektionen gelten. Beide Erkrankungen verursachen vor allem eine schwere Pneumonie mit hohem Fieber, Husten und Atemnot, die rasch zu einem akuten Lungenversagen führen kann. SARS-CoV brach erstmals 2002 in China aus, während MERS-CoV seit 2012 vor allem im Nahen Osten auftritt. Beide Viren haben einen zoonotischen Ursprung, wobei SARS-CoV vermutlich von Fledermäusen über Schleichkatzen und MERS-CoV über Dromedare auf den Menschen übertragen wurde. Aufgrund der potenziellen Ausbreitung und Schwere der Erkrankung unterliegen SARS und MERS weltweit der Meldepflicht und erfordern strikte Hygienemaßnahmen sowie Isolierung der betroffenen Patienten.
| Bezeichnung | Definition |
|---|---|
| SARS | Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom (Severe Acute Respiratory Syndrome): Eine durch das SARS-CoV-Virus verursachte schwere Atemwegserkrankung. Symptome reichen von Fieber und Husten bis hin zu schwerer Atemnot. |
| MERS | Middle East Respiratory Syndrome: Eine durch das MERS-CoV-Virus verursachte Atemwegserkrankung, kann schwere Lungenentzündungen und Atemversagen verursachen. |
Ursachen von Atemwegsinfektionen
Atemwegsinfektionen können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, die das Atmungssystem beeinträchtigen und zu Entzündungen führen. Dabei spielen vor allem Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und seltener auch Pilze eine zentrale Rolle.
Viren als Verursacher von Atemwegsinfektionen
Viren verursachen meist Atemwegsinfektionen, die die Schleimhäute der oberen und unteren Atemwege angreifen. Je nach Virusart und betroffenen Bereichen können die Symptome unterschiedlich stark ausfallen – von milden Erkältungen bis zu schweren Lungenentzündungen.
Rhinoviren
Rhinoviren sind die häufigsten Verursacher von Erkältungen (grippalen Infekten). Sie befallen hauptsächlich die Nasenschleimhaut und führen zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten. Rhinoviren sind sehr ansteckend und verbreiten sich vor allem in der kalten Jahreszeit.
Influenzaviren
Influenzaviren lösen die saisonale Grippe aus, die sich durch plötzliches hohes Fieber, starke Gliederschmerzen, Husten und allgemeines Krankheitsgefühl zeigt. Es gibt verschiedene Typen (A, B, C), wobei Typ A und B für die meisten Grippeepidemien verantwortlich sind.
Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)
RSV ist besonders gefährlich für Kleinkinder, ältere Menschen und Immungeschwächte. Es kann Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Bronchien) und Lungenentzündung verursachen. RSV-Infektionen treten meist im Winter auf.
Coronaviren
Coronaviren umfassen eine große Familie von Viren, von denen einige leichte Erkältungen verursachen. Andere, wie SARS-CoV, MERS-CoV und SARS-CoV-2 (Verursacher von COVID-19), können schwere Atemwegserkrankungen hervorrufen. Sie sind bekannt für ihre Fähigkeit, Epidemien und Pandemien auszulösen.
Adenoviren
Adenoviren verursachen nicht nur Atemwegsinfektionen, sondern auch Bindehautentzündungen und andere Infektionen. Sie können sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Husten hervorrufen.
Parainfluenzaviren
Parainfluenzaviren sind vor allem bei Kindern häufig und können Erkrankungen wie Krupp (Laryngotracheitis) auslösen, die durch eine Entzündung des Kehlkopfs und der Luftröhre zu bellendem Husten und Atemnot führt.
Humanes Metapneumovirus
Dieses Virus ähnelt RSV und verursacht vor allem bei Kindern, älteren und immungeschwächten Menschen Atemwegsinfekte, die von milden Erkältungssymptomen bis zu schweren Bronchitis- und Lungenentzündungen reichen können.
Enteroviren
Obwohl Enteroviren hauptsächlich den Magen-Darm-Trakt betreffen, können sie auch Atemwegssymptome verursachen, insbesondere bei Kindern, mit Husten, Halsschmerzen und Fieber.
Bakterien als Verursacher von Atemwegsinfektionen
Neben Viren gehören auch Bakterien zu den häufigsten Auslösern von Atemwegsinfektionen – insbesondere bei schwereren oder langanhaltenden Verläufen. Einige Bakterien besiedeln die Atemwege dauerhaft, können aber unter bestimmten Bedingungen krank machen.

Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken)
Pneumokokken sind die häufigsten bakteriellen Erreger von Lungenentzündungen (Pneumonien). Sie können auch Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und in schweren Fällen Blutvergiftungen (Sepsis) verursachen. Die Infektion beginnt meist mit Husten, Fieber und Atemnot.
Haemophilus influenzae
Dieses Bakterium ist besonders bei Kindern und älteren Menschen verbreitet und kann Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) und Pneumonie auslösen. Es gibt verschiedene Typen, wobei Typ b (Hib) früher besonders gefürchtet war, heute aber durch Impfung selten ist.
Mycoplasma pneumoniae
Mycoplasmen sind sehr kleine Bakterien ohne Zellwand, die hauptsächlich bei jungen Erwachsenen und Kindern eine atypische Lungenentzündung verursachen. Die Symptome sind oft milder als bei klassischen bakteriellen Pneumonien, können aber langwierig sein.
Chlamydophila pneumoniae
Dieser intrazelluläre Parasit (bakterienähnlich) ist ebenfalls eine häufige Ursache für atypische Lungenentzündungen. Die Infektion verläuft meist mild und entwickelt sich langsam mit Husten und Fieber.
Bordetella pertussis
Bekannt als Erreger des Keuchhustens, verursacht Bordetella pertussis schwere, anhaltende Hustenanfälle, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Erkrankung ist durch Impfung weitgehend kontrolliert, kann aber besonders bei ungeimpften Personen schwer verlaufen.
Legionella pneumophila
Legionellen sind Bakterien, die Legionärskrankheit verursachen, eine schwere Form der Lungenentzündung. Sie werden vor allem durch kontaminierte Wasserquellen übertragen, etwa in Klimaanlagen oder Duschen.
Streptococcus pyogenes
Auch als Gruppe-A-Streptokokken bekannt, verursachen sie hauptsächlich Halsentzündungen (Streptokokken-Angina) und können in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen wie Scharlach oder rheumatischem Fieber führen.
Moraxella catarrhalis
Dieses Bakterium ist häufig an Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Sinusitis und Mittelohrentzündung beteiligt, vor allem bei Kindern und Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen.
Pilze als Verursacher von Atemwegsinfektionen
Pilzinfektionen der Atemwege (sogenannte Mykosen) sind deutlich seltener als durch Bakterien oder Viren verursachte Infektionen. Sie betreffen vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation, bei Krebserkrankungen oder unter langfristiger Kortisontherapie. In schweren Fällen können diese Infektionen lebensbedrohlich sein.
Aspergillus fumigatus
Dieser Schimmelpilz ist der häufigste Erreger von Aspergillosen. Seine Sporen sind überall in der Umwelt vorhanden und werden durch die Atemluft aufgenommen. Bei gesunden Menschen meist harmlos, kann er bei Immungeschwächten zu folgenden Formen führen:
- Invasive pulmonale Aspergillose: aggressive, lebensbedrohliche Infektion der Lunge
- Allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA): allergische Reaktion bei z. B. Asthma oder Mukoviszidose
- Aspergillom: Pilzball in bestehenden Hohlräumen der Lunge, z. B. nach Tuberkulose
Candida albicans
Candida ist ein Hefepilz, der auch in gesunden Körpern vorkommt (z. B. im Mund, Darm oder Genitalbereich). In seltenen Fällen kann es bei starker Immunschwäche zu einer Candidose der Atemwege oder sogar zur Lungen-Candidose kommen. Oft handelt es sich dabei um eine Zweitinfektion bei schwer erkrankten Patienten.
Weitere Ursachen:
Reizstoffe und Schadstoffe
Bestimmte chemische oder physikalische Einflüsse können die Atemwege reizen oder Entzündungen auslösen:
- Zigarettenrauch
- Feinstaub & Luftverschmutzung
- Industriegase oder Dämpfe (z. B. Chlor, Ammoniak)
- Kälte oder trockene Luft
Diese Reizstoffe führen zwar nicht direkt zu „Infektionen“, können aber Entzündungsreaktionen auslösen und Infektionen begünstigen.
Allergene
Allergien können zu nicht-infektiösen Entzündungen der Atemwege führen, z. B.:
- Pollen → Heuschnupfen (allergische Rhinitis)
- Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelsporen
- Berufsbedingte Allergene (z. B. Mehlstaub bei Bäckern)
Diese verursachen meist chronische Reizzustände, die Infektionen begünstigen können.
Autoimmunerkrankungen
Bestimmte Erkrankungen führen zu entzündlichen Veränderungen der Atemwege, ohne dass ein Erreger beteiligt ist:
- Sarkoidose → Systemische entzündliche Erkrankung unklarer Ursache, bei der sich kleine Knötchen (Granulome) vor allem in der Lunge und den Lymphknoten bilden; kann zu Husten, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen führen.
- Granulomatose mit Polyangiitis → Seltene Autoimmunerkrankung mit Entzündung kleiner Blutgefäße, die oft Nase, Nebenhöhlen, Lunge und Nieren betrifft; kann chronischen Husten, Nasenbluten und Atemnot verursachen.
- Rheumatoide Arthritis → kann auch Lunge oder Pleura betreffen
Parasiten (selten in Mitteleuropa)
In tropischen oder subtropischen Regionen:
- Echinokokkose → Zystenbildung auch in der Lunge möglich
- Schistosomiasis (Bilharziose) → durch Saugwürmer (Schistosomen), die in tropischen Gewässern vorkommen; kann nach Hautdurchdringung der Larven auch die Lunge befallen und Atemwegssymptome auslösen.
Symptome einer Atemwegsinfektion
Atemwegsinfektionen können sehr unterschiedlich verlaufen, je nachdem, welcher Abschnitt der Atemwege betroffen ist. Bei Infektionen der oberen Atemwege – also Nase, Rachen oder Kehlkopf – treten häufig Symptome wie Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und Schluckbeschwerden auf. Auch Kopfschmerzen, leichtes Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind typisch. Die Beschwerden beginnen meist plötzlich und klingen innerhalb weniger Tage wieder ab.
Sind dagegen die unteren Atemwege wie Bronchien oder Lunge betroffen, können die Symptome deutlich ausgeprägter sein. Betroffene leiden oft unter tiefsitzendem, hartnäckigem Husten mit oder ohne Auswurf, Atemnot, Brustschmerzen beim Husten oder Atmen sowie hohem Fieber und Schüttelfrost. Besonders bei Kindern, älteren Menschen oder immungeschwächten Personen kann eine solche Infektion schwer verlaufen und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Insgesamt reichen die Beschwerden also von milden Erkältungssymptomen bis hin zu schweren, fieberhaften Erkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündung.
Behandlungsmöglichkeiten für Atemwegsinfektionen
Die Behandlung von Atemwegsinfektionen richtet sich nach der Art des Erregers, dem Schweregrad der Erkrankung und dem betroffenen Abschnitt der Atemwege. In den meisten Fällen handelt es sich um virusbedingte Infektionen, wie z. B. eine Erkältung oder einen grippalen Infekt. Diese heilen meist von selbst innerhalb weniger Tage aus und erfordern lediglich eine symptomatische Behandlung. Dazu gehören viel Flüssigkeit, Ruhe, abschwellende Nasensprays, fiebersenkende Mittel (wie Paracetamol oder Ibuprofen) und Hustenmittel, je nach Hustenart.
Bakterielle Infektionen wie z. B. eine bakterielle Bronchitis, eitrige Tonsillitis oder eine Lungenentzündung können eine gezielte Behandlung mit Antibiotika erfordern. Diese sollte jedoch nur nach ärztlicher Diagnose erfolgen, um Resistenzentwicklungen zu vermeiden.
Bei Pilzinfektionen kommen spezielle Medikamente wie Antimykotika zum Einsatz.
Zusätzlich kann bei schwereren Verläufen – etwa bei Atemnot oder hohem Fieber – eine ärztliche Überwachung oder stationäre Behandlung notwendig sein, insbesondere bei Kleinkindern, älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.
Tipps zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen
Um Atemwegsinfektionen effektiv vorzubeugen, sind einfache Hygienemaßnahmen und ein gesunder Lebensstil entscheidend. Mit gezielten Verhaltensweisen lässt sich das Risiko, krank zu werden, deutlich reduzieren.
- Regelmäßig Hände waschen: Häufiges und gründliches Händewaschen reduziert die Verbreitung von Krankheitserregern.
- Abstand halten: Vermeidung von engem Kontakt mit Erkrankten, besonders in der Erkältungs- und Grippezeit.
- Gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf stärken das Immunsystem.
- Hygiene beim Niesen und Husten: In ein Taschentuch oder die Armbeuge niesen, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern.
- Rauchen vermeiden: Rauchen schädigt die Atemwege und erhöht das Risiko für Infektionen.
- Impfungen nutzen: Grippe- und Pneumokokken-Impfungen schützen vor schweren Atemwegsinfektionen.
- Lüften: Regelmäßiges Lüften von Innenräumen sorgt für frische Luft und reduziert Erregerkonzentrationen.
Wichtige Impfungen
Hier eine Übersicht der klassischen Impfungen, die speziell zum Schutz vor Atemwegsinfektionen empfohlen werden.
| Impfung | Schutz vor | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Grippe-Impfung | Saisonale Grippeviren | Jährliche Impfung empfohlen, da Viren häufig mutieren |
| Pneumokokken-Impfung | Pneumokokken-Bakterien (z. B. Lungenentzündung) | Wichtig für ältere Menschen und Risikogruppen |
| Keuchhusten-Impfung | Bordetella pertussis (Keuchhusten) | Besonders wichtig für Säuglinge und Schwangere |
| Masern-Impfung | Masernvirus | Kombinationsimpfung meist mit Mumps und Röteln (MMR) |
| COVID-19-Impfung | SARS-CoV-2-Virus | Wichtig für Schutz vor schwerem Verlauf |
Fazit
Atemwegsinfektionen sind weit verbreitete Erkrankungen, die verschiedene Bereiche der Atemwege betreffen können und meist durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Während viele Infektionen harmlos verlaufen und mit einfachen Maßnahmen gut behandelbar sind, können sie bei bestimmten Risikogruppen schwerwiegende Folgen haben. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und die Genesung zu fördern. Vorbeugende Maßnahmen wie Hygiene, Impfschutz und das Vermeiden von Risikofaktoren tragen maßgeblich zur Reduktion von Atemwegsinfektionen bei.
Häufige Fragen zu Atemwegsinfektionen
Wie lange dauert ein bakterieller Infekt ohne Antibiotika?
Ein bakterieller Infekt kann ohne Antibiotika mehrere Wochen andauern, da der Körper die Erreger selbst bekämpfen muss. Allerdings besteht dabei das Risiko, dass sich die Infektion verschlimmert oder chronisch wird, weshalb eine ärztliche Behandlung oft ratsam ist.
Wie äußert sich ein bakterieller Infekt?
Ein bakterieller Infekt äußert sich häufig durch stärkere Symptome wie hohes Fieber, eitrigen Auswurf, anhaltenden Husten und allgemeines Krankheitsgefühl. Zudem können die Beschwerden länger andauern und sich verschlimmern, im Gegensatz zu meist milderen viralen Infekten.
Was sind die Symptome einer oberen Atemwegsinfektion?
Die Symptome einer oberen Atemwegsinfektion sind meist Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und manchmal leichtes Fieber. Zusätzlich können Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein und Schluckbeschwerden auftreten.
Medizinische und rechtliche Hinweise:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Die enthaltenen Informationen sind nicht dafür geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. abzubrechen. Bei gesundheitlichen Anliegen und zur Klärung individueller Fragen sollte stets ein qualifizierter Arzt oder eine qualifizierte Ärztin konsultiert werden. Im Falle gesundheitlicher Probleme ist es wichtig, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Quellen
- Infektionsschutz.de, Atemwegsinfektionen, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/atemwegsinfektionen/
- DocCheck Flexikon, Dr. Frank Antwerpes et. al., Atemwegsinfektion, abgerufen am 07.09.2025 von https://flexikon.doccheck.com/de/Atemwegsinfektion
- Deutsches Ärzteblatt, Rose, Markus A., Akute Atemwegsinfektionen: Welche Therapieformen nützen – welche nicht?, 2017, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.aerzteblatt.de/archiv/akute-atemwegsinfektionen-welche-therapieformen-nuetzen-welche-nicht-8dd9d813-5123-4af4-9956-44fa5427cb2c
- MSD Manual Ausgabe für medizinische Fachkreise, Katz Sophie et. al., Übersicht über Infektionen aufgrund von respiratorischen Viren, Mai 2024, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.msdmanuals.com/de/profi/infektionskrankheiten/respiratorische-viren/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-infektionen-aufgrund-von-respiratorischen-viren
- AIDIAN, Bakterien, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.aidian.eu/de/atemwegsinfektionen/bakterien
- Roche, Respiratorische Bakterien, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.roche.de/diagnostik/fokusthemen/respiratorische-bakterien
- Robert Koch Institut, Epidemiologisches Bulletin, Aktuelle Daten und Informationen zu Infektionskrankheiten und Public Health, Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut 2025, 4 2025, abgerufen am 07.09.2025 von https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2025/04_25.pdf?__blob=publicationFile&v=12











