Fachkinderkrankenschwester – Ausbildung und Beruf

Veröffentlicht am 14.07.2025

Es ist eine Fachkinderkrankenschwester zu sehen.
AusbildungstypAusbildung
Ausbildungsdauer3 Jahre
VorraussetzungRealschulabschluss

Du möchtest mit kranken Kindern arbeiten und ihnen helfen, wieder gesund zu werden? Du hast Geduld, Mitgefühl und kannst gut zuhören? Dann könnte der Beruf Fachkinderkrankenschwester (bzw. Fachkinderkrankenpfleger) genau das Richtige für dich sein.

Als Fachkinderkrankenschwester kümmerst du dich um Babys, Kinder und Jugendliche, die im Krankenhaus oder zu Hause Pflege brauchen. Du hilfst dabei, dass sie medizinisch gut versorgt sind – aber auch, dass sie sich sicher und verstanden fühlen. Du bist nicht nur für die Kinder da, sondern oft auch für ihre Eltern, die in dieser Zeit viel Unterstützung brauchen.

Was du über den Beruf und die Ausbildung zur Fachkinderkrankenschwester wissen solltest - und ob der Job zu dir passt.

Aufgaben im Beruf

Als Fachkinderkrankenschwester kümmerst du dich um kranke oder verletzte Babys, Kinder und Jugendliche. Manche von ihnen sind nur wenige Tage alt, andere schon fast erwachsen. Deine Aufgabe ist es, sie medizinisch zu versorgen, ihnen beizustehen und dafür zu sorgen, dass sie sich möglichst wohlfühlen, auch wenn sie krank sind.

Was machst du im Alltag?

Als Fachkinderkrankenschwester sieht kein Tag aus wie der andere. Trotzdem gibt es bestimmte Aufgaben, die fast jeden Tag dazugehören:

Aufgabe Beschreibung
Den Gesundheitszustand beobachten Du beginnst deinen Dienst meistens damit, dass du dir einen Überblick verschaffst: Wie geht es den Kindern heute? Was hat sich seit dem letzten Dienst verändert? Dafür misst du zum Beispiel: Fieber – denn erhöhte Temperatur kann ein Zeichen für eine Entzündung oder Infektion sein. Blutdruck und Puls – das zeigt, wie das Herz-Kreislauf-System arbeitet. Atmung – ist sie ruhig oder angestrengt? Das ist vor allem bei kleinen Kindern wichtig. Du dokumentierst alles ganz genau, also schreibst die Werte auf. Das hilft den Ärzt:innen später bei Entscheidungen.
Medikamente geben Viele Kinder bekommen Medikamente, um gesund zu werden oder Schmerzen zu lindern. Als Pflegekraft bist du dafür verantwortlich, dass jedes Kind genau die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt bekommt. Das kann sein: eine Tablette, ein Saft oder Tropfen, eine Spritze oder eine Infusion (über einen Zugang im Arm). Du musst vorher genau prüfen: Ist das das richtige Medikament für das richtige Kind? Und du erklärst dem Kind (oder den Eltern), was das Medikament bewirkt – natürlich in einfacher Sprache.
Wunden versorgen und Verbände wechseln Wenn ein Kind operiert wurde oder eine Verletzung hat, ist die Wunde oft verbunden. Du überprüfst: Sieht die Wunde gut aus? Ist der Verband sauber und trocken? Gibt es Anzeichen für eine Entzündung? Dann wechselst du den Verband – vorsichtig und hygienisch. Manchmal musst du auch eine Wunde desinfizieren oder eine Salbe auftragen.
Bei Körperpflege und Alltag helfen Vor allem kleine oder schwer kranke Kinder brauchen Hilfe im Alltag. Du unterstützt sie zum Beispiel beim Waschen, Zähneputzen, Anziehen und Essen. Dabei achtest du immer darauf, dass sich das Kind wohlfühlt und mitentscheiden darf, so gut es geht.
Trösten, reden, da sein Kranke Kinder haben oft Angst, sind traurig oder verstehen nicht, was mit ihnen passiert. Dann ist deine wichtigste Aufgabe: Da sein. Du sprichst mit dem Kind in ruhigem Ton, beantwortest kindgerecht seine Fragen, nimmst dir Zeit zum Zuhören, beruhigst es, wenn es weint oder Schmerzen hat, spielst vielleicht kurz etwas, um es abzulenken. Du bist also nicht nur für den Körper da, sondern auch für das Herz.

Wo arbeitest du?

Als Fachkinderkrankenschwester kannst du an verschiedenen Orten arbeiten. Denn überall dort, wo Kinder gepflegt oder medizinisch versorgt werden müssen, wirst du gebraucht.

Krankenhaus (Kinderstation)

Du pflegst Kinder, die krank sind und im Krankenhaus bleiben müssen. Manche haben eine Grippe mit Fieber, andere brauchen eine Operation oder haben einen Unfall gehabt. Du misst Werte wie Fieber oder Puls, gibst Medikamente, wechselst Verbände, hilfst beim Waschen und tröstest, wenn jemand Angst hat. Dabei betreust du viele Kinder gleichzeitig, die unterschiedlich alt und unterschiedlich krank sind. Jeder Tag ist anders.

Kinderintensivstation

Hier liegen Babys oder Kinder, die sehr schwer krank oder verletzt sind und rund um die Uhr überwacht werden müssen. Du arbeitest mit vielen Geräten, beobachtest die Kinder ganz genau und reagierst sofort, wenn sich ihr Zustand ändert. Die Arbeit ist sehr verantwortungsvoll und manchmal auch belastend, aber auch sehr wichtig und sinnvoll.

Frühgeborenenstation (Neonatologie)

Du kümmerst dich um Babys, die zu früh auf die Welt gekommen sind und noch nicht allein atmen, trinken oder sich warm halten können. Du gibst ihnen Nahrung über Sonden, überwachst ihre Atmung und sorgst für Wärme und Ruhe. Du arbeitest eng mit den Eltern zusammen und hilfst ihnen, eine Beziehung zu ihrem Baby aufzubauen. Die Babys sind sehr klein und empfindlich. Dazu brauchst du besonders viel Fingerspitzengefühl.

Kinderklinik oder Fachklinik

Hier werden Kinder behandelt, die spezielle Krankheiten haben wie Krebs, Diabetes oder chronische Lungenerkrankungen. Du begleitest sie oft über einen längeren Zeitraum, bist Vertrauensperson und Unterstützer:in. Du hast mehr Zeit für die Kinder, lernst sie gut kennen und bist oft ein wichtiger Teil ihres Alltags.

Kinder-Rehaklinik

Kinder, die zum Beispiel nach einer Operation oder langen Krankheit wieder fit werden sollen, kommen in eine Reha-Klinik. Du hilfst ihnen beim Gesundwerden mit Pflege, Übungen und viel Geduld.

Pflege zu Hause (ambulante Kinderkrankenpflege)

Einige Kinder sind dauerhaft schwer krank und können nicht im Krankenhaus leben. Du besuchst sie zu Hause, versorgst sie medizinisch und hilfst der Familie. Du arbeitest oft mit nur einem Kind, dafür sehr intensiv.

Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen

In Wohnheimen oder speziellen Schulen hilfst du Kindern mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen bei allem, was sie im Alltag brauchen. Du unterstützt sie bei der Pflege, beim Lernen und beim Spielen. Die Arbeit ist besonders herzlich, oft kreativ und du bist eine feste Bezugsperson für die Kinder.

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkinderkrankenschwester ab?

Wenn du Fachkinderkrankenschwester oder Fachkinderkrankenpfleger werden möchtest, brauchst du eine Pflegeausbildung mit Vertiefung in der Kinderkrankenpflege. Seit dem Jahr 2020 gibt es in Deutschland die sogenannte generalistische Pflegeausbildung. Das bedeutet: Du lernst in einer einzigen Ausbildung alles, was du für die Pflege von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen brauchst.

Aber:
Wenn du später mit Kindern arbeiten möchtest, kannst du dich im Laufe der Ausbildung auf die Kinderkrankenpflege spezialisieren. Du wirst also zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann mit dem Schwerpunkt „Pädiatrie“ (so heißt die Kinder- und Jugendmedizin).

Anna Liebig

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Frage Antwort
Wie lange dauert die Ausbildung? 3 Jahre in Vollzeit (es gibt auch Teilzeitmodelle, die länger dauern – ihre Dauer variiert je nach Anbieter).
Wo findet die Ausbildung statt? Du lernst abwechselnd in der Pflegeschule (Theorie) und in Pflegeeinrichtungen oder Kliniken (Praxis).
Was lernst du in der Theorie? Du bekommst Unterricht zu Themen wie: Wie funktioniert der Körper? Wie erkennt man Krankheiten? Wie pflegt man richtig? Was ist wichtig im Umgang mit Kindern, Eltern und Angehörigen? Hygiene, Medikamente, rechtliche Grundlagen u. v. m.
Was machst du in der Praxis? Du arbeitest direkt mit echten Patient:innen – erst mit Unterstützung, später immer selbstständiger. In der Kinderpflege betreust du z. B. Säuglinge, Kleinkinder oder Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen.
Wie läuft die Spezialisierung ab? In der Ausbildung gibt es sogenannte Vertiefungseinsätze. Wenn du dich für Kinderkrankenpflege entscheidest, verbringst du einen großen Teil deiner Praxiseinsätze auf Kinderstationen oder in Einrichtungen für Kinder.
Wie schließt du die Ausbildung ab? Am Ende gibt es eine staatliche Prüfung (schriftlich, mündlich und praktisch). Wenn du bestehst, darfst du den Titel Pflegefachfrau / Pflegefachmann mit Vertiefung Pädiatrie tragen.

Was lernst du in der Ausbildung?

In der Ausbildung zur Fachkinderkrankenschwester (bzw. Pflegefachkraft mit Vertiefung Pädiatrie) lernst du alles, was du brauchst, um Kinder und Jugendliche sicher, liebevoll und fachlich gut zu pflegen. Du lernst dabei in der Schule (Theorie) und direkt im Beruf (Praxis). Beide Teile gehören zusammen und bereiten dich Schritt für Schritt auf deinen späteren Arbeitsalltag vor.

Theorie: Was lernst du in der Pflegeschule?

In der Pflegeschule hast du Unterricht wie in einer normalen Schule – aber natürlich mit anderen Themen. Die Inhalte sind in verschiedene Lernbereiche unterteilt:

Themenbereich Was du lernst
Grundlagen der Pflege Wie pflegt man Menschen richtig? Wie hilft man beim Waschen, Essen oder Umlagern? Wie sorgt man für Sauberkeit und Hygiene? Wie erkennt man Schmerzen oder Notfälle?
Körper und Gesundheit Wie funktioniert der menschliche Körper? Welche Organe gibt es? Was passiert bei Krankheiten? Wie wirken Medikamente?
Pflege von Kindern Was brauchen Babys, Kinder und Jugendliche? Wie entwickelt sich ein Kind? Wie erkennt man typische Kinderkrankheiten? Wie geht man mit Ängsten und Gefühlen von Kindern um?
Gespräche und Kommunikation Wie sprichst du mit Kindern auf Augenhöhe? Wie beruhigst du Eltern? Wie erklärst du medizinische Dinge ganz einfach? Wie arbeitest du gut im Team?
Recht, Ethik und Organisation Was darfst du tun – und was nicht? Welche Rechte haben Kinder und Eltern? Was tun, wenn etwas schiefläuft? Wie dokumentierst du alles korrekt?

Praxis: Was lernst du direkt am Arbeitsplatz?

In der praktischen Ausbildung bist du nicht im Klassenzimmer, sondern mitten im echten Pflegealltag. Du arbeitest mit Kindern, mit Eltern, Ärzt:innen und anderen Pflegekräften zusammen. Das bedeutet: Du bist von Anfang an Teil des Teams.

Zu Beginn wirst du dabei viel beobachten und einfache Aufgaben übernehmen. Je länger du dabei bist, desto mehr darfst du selbst machen. So wächst du Schritt für Schritt in den Beruf hinein.

Wie läuft ein Praxiseinsatz ab?

Die praktische Ausbildung findet in Einsätzen statt. Das heißt: Du bist für mehrere Wochen oder Monate in einer bestimmten Einrichtung. Das kann eine Kinderstation im Krankenhaus oder eine Frühgeborenenstation sein. Dort arbeitest du in Schichten mit, wie Früh- oder Spätdienst.

Du hast in jeder Einrichtung eine:n Praxisanleiter:in. Diese Person ist speziell geschult, um dir alles zu zeigen und dir bei Fragen zu helfen. Sie erklärt dir, was zu tun ist, übt mit dir bestimmte Handgriffe.

Aufgabe Was du dabei tust Worauf du achten musst
Kinder beobachten Du schaust dir an, wie das Kind aussieht, wie es sich bewegt, wie es atmet. Du misst Fieber, Puls, Atmung und dokumentierst alles. Du lernst, kleine Veränderungen früh zu erkennen – z. B. ob ein Kind blasser wird oder Schmerzen hat.
Pflege planen und durchführen Du überlegst zusammen mit deiner Anleitung: Was braucht das Kind heute? Dann hilfst du z. B. beim Waschen, Wickeln oder Anziehen. Du lernst, die richtige Reihenfolge zu beachten, hygienisch zu arbeiten und auf die Reaktionen des Kindes zu achten.
Medikamente vorbereiten und geben Du lernst, wie man Medikamente richtig vorbereitet (z. B. Tropfen, Säfte oder Infusionen) und gibst sie unter Anleitung. Du prüfst vorher immer genau: Ist es das richtige Medikament, die richtige Dosis und die richtige Zeit?
Mit Kindern kommunizieren Du sprichst mit dem Kind, erklärst, was du machst, beruhigst oder lenkst ab. Du lernst, wie du kindgerecht sprichst – je nach Alter, Stimmung und Situation.
Wunden versorgen und Verbände wechseln Du hilfst beim Wechseln von Verbänden, beobachtest die Wunde und lernst, wie man sauber arbeitet. Du musst sehr vorsichtig sein – viele Kinder haben Angst oder Schmerzen, brauchen Geduld und Zuspruch.
Eltern begleiten Du beobachtest Gespräche mit Eltern und führst später auch selbst kurze Gespräche. Du lernst, wie du verständlich erklärst, ruhig bleibst und den Eltern Sicherheit gibst – auch wenn sie besorgt sind.

Beispiel: Dein erster Tag auf der Kinderstation

Damit du dir den Alltag besser vorstellen kannst, hier ein kleines Beispiel:

  • Du kommst früh auf die Station. Deine Praxisanleiterin begrüßt dich und zeigt dir den Tagesplan. Du hilfst, die Zimmer vorzubereiten, bringst frische Bettwäsche und schaust dir die Pflegeberichte der Kinder an.
  • Dann begleitet sie dich ins Zimmer eines 4-jährigen Mädchens mit einer Lungenentzündung. Du darfst helfen, das Fieber zu messen und das Mädchen fürs Frühstück fertig zu machen.
  • Später darfst du beim Verbandswechsel bei einem anderen Kind zuschauen – und am nächsten Tag schon selbst mithelfen.
  • Zwischendurch sprichst du mit den Eltern, hilfst beim Mittagessen und tröstest ein Baby, das weint. Du merkst: Kein Tag ist wie der andere. Und du wächst jeden Tag ein bisschen mehr in deine Rolle hinein.

Mögliche Orte für deine Ausbildung

Einrichtung Was du dort machst
Kinderkrankenhaus oder Kinderstation in einem Klinikum Hier arbeitest du mit Babys, Kleinkindern und Jugendlichen. Du bekommst viel Erfahrung mit typischen Kinderkrankheiten, Operationen und der Arbeit mit Eltern.
Frühgeborenenstation (Neonatologie) Hier betreust du Frühchen, also Babys, die vor dem Geburtstermin geboren wurden. Du lernst sehr feinfühlig und genau zu arbeiten.
Rehaklinik für Kinder Du hilfst Kindern, nach schweren Krankheiten oder Unfällen wieder gesund zu werden – z. B. mit Pflege, Bewegung und viel Geduld.
Ambulanter Kinderpflegedienst (häusliche Pflege) Du fährst zu Kindern nach Hause, die dauerhaft Pflege brauchen. Dort arbeitest du oft alleine, dafür sehr intensiv mit einem einzelnen Kind und dessen Familie.
Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche Du unterstützt im Alltag: bei der Pflege, beim Essen, beim Spielen oder Lernen. Die Kinder leben dort dauerhaft oder kommen tagsüber dorthin.

Wie findest du einen Ausbildungsplatz?

So gehst du vor:

  1. Du suchst einen Träger wie ein Kinderkrankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung mit Schwerpunkt Kinderpflege.
  2. Du bewirbst dich direkt dort – online oder per Post. Wie genau das geht, liest du auf der Webseite des jeweiligen Trägers.
  3. Wenn du angenommen wirst, meldet dich der Träger bei einer passenden Pflegeschule an.
  4. Dann startet deine Ausbildung zum festen Termin, meistens im Frühling oder Herbst.
Tipp:
Viele Kliniken haben Informationen auf ihrer Website unter „Karriere“ oder „Ausbildung“. Du kannst dort auch anrufen und nachfragen, ob sie aktuell Plätze haben.

Voraussetzungen

Schulabschluss – was brauchst du?

Um die Pflegeausbildung zu beginnen, brauchst du einen Schulabschluss. Es gibt drei Wege, wie du zugelassen wirst:

Möglichkeit Was bedeutet das konkret?
Mittlerer Schulabschluss z. B. Realschulabschluss – das ist der häufigste Weg in die Ausbildung.
Hauptschulabschluss + Berufsausbildung Wenn du nur einen Hauptschulabschluss hast, brauchst du zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren (z. B. als Pflegehelfer:in oder in einem sozialen Beruf). Frage am besten beim Ausbildungsträger nach, welche Berufsausbildungen anerkannt werden.
Hauptschulabschluss + Pflegehelfer:innen-Ausbildung Alternativ reicht auch eine 1-jährige Ausbildung in der Pflegehilfe oder Krankenpflegehilfe.
Tipp:
Manche Schulen oder Träger haben eigene Anforderungen – frag also am besten direkt bei der Stelle nach, bei der du dich bewerben willst, welche Anforderungen du erfüllen musst.

Persönliche Stärken – was hilft dir in diesem Beruf?

Nicht jeder Mensch passt zu jedem Beruf. Pflege – vor allem von Kindern – ist etwas ganz Besonderes:

Stärke Warum sie wichtig ist
Einfühlungsvermögen Kinder brauchen jemanden, der sie versteht – vor allem, wenn sie Angst oder Schmerzen haben.
Geduld Manchmal geht alles langsam: ein Kind will nicht essen, lässt sich nicht waschen oder weint lange. Dann brauchst du Zeit und Ruhe.
Verantwortungsbewusstsein Du arbeitest mit kranken Menschen. Fehler können gefährlich sein – du musst sorgfältig sein.
Belastbarkeit Manche Tage sind anstrengend, emotional schwer oder körperlich fordernd. Wichtig ist, dass du trotzdem weitermachen kannst.
Teamfähigkeit Du arbeitest immer mit anderen zusammen – Ärzt:innen, Pflegekräften, Eltern. Gute Zusammenarbeit ist das A und O.
Lernbereitschaft Du wirst jeden Tag Neues lernen – nicht nur in der Ausbildung, sondern dein ganzes Berufsleben lang.
Freude am Umgang mit Kindern Das Wichtigste überhaupt: Du solltest Kinder mögen – so, wie sie sind – laut, neugierig, manchmal schwierig und immer besonders.

Fazit: Fordernder Beruf

Fachkinderkrankenschwester zu sein bedeutet, kranke Kinder in einer sehr besonderen Zeit ihres Lebens zu begleiten. Du bist da, wenn sie Angst haben, wenn sie Schmerzen haben, aber auch, wenn sie Mut fassen, lachen oder wieder gesund werden. Es ist ein Beruf, der dich fordert, aber auch tief berührt. Wenn du Kinder magst, Verantwortung übernehmen willst und bereit bist, dich auf Menschen wirklich einzulassen, dann kann dieser Beruf genau der richtige für dich sein.

Die wichtigsten Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Krankenschwester und Fachkrankenschwester?

Der Begriff „Krankenschwester“ ist die ältere Bezeichnung für eine Pflegekraft. Heute heißt der Beruf offiziell Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Wenn du dich nach der Grundausbildung auf ein bestimmtes Gebiet spezialisierst, zum Beispiel die Pflege von Kindern, wirst du zur Fachkinderkrankenschwester. Du hast dann besonderes Wissen und praktische Erfahrung in der Arbeit mit Babys, Kindern und Jugendlichen.

Wie viel verdient man als Fachkinderkrankenschwester?

Das Gehalt kann je nach Bundesland, Träger (z. B. öffentlich oder privat) und Berufserfahrung unterschiedlich sein. Während der Ausbildung verdienst du etwa:

  • 1. Jahr: ca. 1.340 € (ca. 1.070 € netto)
  • 2. Jahr: ca. 1.400 € (ca. 1.115 € netto)
  • 3. Jahr: ca. 1.500 € (ca. 1.190 € netto)

Nach der Ausbildung liegt dein Einstiegsgehalt bei etwa 3.000 bis 3.300 € brutto im Monat (netto: etwa 2.000 bis 2.200 € im Monat).

Was macht eine Fachkrankenschwester?

Eine Fachkrankenschwester arbeitet in einem bestimmten Bereich der Pflege – z. B. auf einer Intensivstation, in der Onkologie oder wie in deinem Fall: mit Kindern. Als Fachkinderkrankenschwester versorgst du kranke Kinder medizinisch, beobachtest ihren Zustand, gibst Medikamente, hilfst beim Waschen oder Essen – und bist da, wenn sie Angst oder Schmerzen haben. Du arbeitest eng mit Ärzt:innen, Therapeut:innen und den Familien zusammen.

Welchen Abschluss braucht man für Fachkrankenschwester?

Um die Ausbildung zur Pflegefachkraft (mit Schwerpunkt Kinderpflege) zu machen, brauchst du:

  • einen Realschulabschluss
  • oder einen Hauptschulabschluss + eine abgeschlossene Berufsausbildung (z. B. als Pflegehelfer:in)

Manche Träger haben zusätzliche Anforderungen, frag am besten direkt dort nach.

Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit. (o. D.). Pflegefachfrau/-fachmann – BERUFENET. Abgerufen am 5. Juli 2025, von web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/14681
  2. Pflegeausbildung.net. (o. D.). Voraussetzungen und Struktur im Pflegeberuf. Abgerufen am 5. Juli 2025, von www.pflegeausbildung.net/dein-weg-in-den-pflegeberuf/voraussetzungen-und-struktur/
  3. Universitätsklinikum Bonn – Centrum für Aus- und Weiterbildung. (o. D.). Ausbildung Pflegefachfrau/-fachmann mit Vertiefung Pädiatrie. Abgerufen am 5. Juli 2025, von www.ukbonn.de/centrum-fuer-aus-und-weiterbildung/ausbildung/ausbildung-in-gesundheitsberufen/pflegefachfrau-pflegefachmann-mit-vertiefung-paediatrie/

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