Wie läuft die Weiterbildung Endoskopie ab?

Veröffentlicht am 04.07.2026

Abbildung einer medizinischen Umgebung, ein Patient ist mit Tüchern abgedeckt.

Eine Fachweiterbildung in der Endoskopie vertieft das Wissen. Bildquelle: Canva.com

Die Endoskopie hat sich von einem überwiegend diagnostischen Bereich zu einem komplexen Arbeitsfeld entwickelt, in dem zahlreiche Erkrankungen nicht nur erkannt, sondern unmittelbar behandelt werden können. Pflegefachpersonen übernehmen dabei wichtige Aufgaben: Sie bereiten Untersuchungen vor, begleiten die betreuten Menschen, assistieren bei Eingriffen, überwachen den Gesundheitszustand und sorgen für die fachgerechte Aufbereitung der eingesetzten Medizinprodukte.

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Die Arbeit erfordert medizinisches Fachwissen, technisches Verständnis, hohe Hygienekompetenz und die Fähigkeit, in kritischen Situationen schnell zu reagieren. Die Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie vermittelt diese Kompetenzen systematisch. Sie verbindet theoretischen Unterricht mit umfangreichen Praxiseinsätzen in unterschiedlichen endoskopischen Bereichen.

Je nach Weiterbildungsstätte kann die Bezeichnung variieren. Häufig finden sich Namen wie „Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie“, „Fachpflege Endoskopie“ oder „Fachweiterbildung Endoskopiepflege“. Im Folgenden geht es vor allem um die Fachweiterbildung nach den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Was ist die Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie?

Die Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie ist eine berufsbegleitende Spezialisierung für ausgebildete Pflegefachpersonen. Sie bereitet auf die fachgerechte Betreuung von Menschen vor, die sich diagnostischen oder therapeutischen endoskopischen Eingriffen unterziehen.

Anna Liebig

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Endoskopische Verfahren werden unter anderem in der Gastroenterologie, Pneumologie und Urologie eingesetzt. Zu den bekannten Untersuchungen gehören Magen- und Darmspiegelungen. Darüber hinaus zählen beispielsweise Bronchoskopien, endoskopische Untersuchungen der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge sowie urologische Eingriffe zum Arbeitsfeld.

Pflegefachpersonen übernehmen vor, während und nach den Eingriffen vielfältige Aufgaben:

  • Vorbereitung der Untersuchungsräume sowie Kontrolle von Geräten und Materialien
  • Vorbereitung und Begleitung der betreuten Personen
  • Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen
  • Überwachung während und nach der Untersuchung
  • Mitwirkung bei Sedierung und Notfallmanagement
  • Umsetzung von Hygiene- und Aufbereitungsstandards
  • Dokumentation, Qualitätssicherung und Organisation der Arbeitsabläufe
Gut zu wissen!
Die Weiterbildung geht damit deutlich über das Erlernen einzelner endoskopischer Techniken hinaus. Sie qualifiziert für die professionelle Gestaltung des gesamten pflegerischen Prozesses rund um endoskopische Eingriffe.

Warum die Pflege in der Endoskopie besondere Kompetenzen erfordert

Endoskopische Eingriffe unterscheiden sich stark in Umfang und Risiko. Während einige Untersuchungen ambulant und innerhalb kurzer Zeit erfolgen, sind andere Verfahren technisch anspruchsvoll oder werden als Notfallmaßnahme durchgeführt. Mögliche Komplikationen sind unter anderem Kreislauf- und Atemprobleme, Blutungen, Perforationen, Infektionen oder unerwünschte Wirkungen der Sedierung.

Pflegefachpersonen müssen Veränderungen frühzeitig erkennen, die Situation einschätzen und im multiprofessionellen Team angemessen reagieren. Gleichzeitig begleiten sie Menschen, die vor einer Untersuchung häufig angespannt oder durch eine mögliche Diagnose belastet sind.

Besonders hohe Anforderungen gelten zudem für Hygiene und Medizinprodukteaufbereitung. Flexible Endoskope besitzen komplexe Kanalsysteme und kommen mit Schleimhäuten, Körperflüssigkeiten und potenziell infektiösem Material in Kontakt. Fehler bei Reinigung, Desinfektion, Lagerung oder Dokumentation können schwerwiegende Folgen haben.

Endoskopische Fachpflege erfordert deshalb:

  • sicheren Umgang mit Endoskopen und Zusatzinstrumenten
  • fachgerechte Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen
  • Überwachung während und nach einer Sedierung
  • Erkennen und Einordnen von Komplikationen
  • konsequente Umsetzung hygienischer Vorgaben
  • sichere Aufbereitung und Lagerung von Medizinprodukten
  • einfühlsame Begleitung der betreuten Menschen
  • rechtssichere Dokumentation

Voraussetzungen für die Weiterbildung Endoskopie

Die konkreten Voraussetzungen hängen vom Bundesland und von der Weiterbildungsstätte ab. Nach der DKG-Empfehlung richtet sich die Fachweiterbildung an Personen mit einer anerkannten pflegerischen Berufserlaubnis.

Dazu gehören in der Regel:

Gut zu wissen!
Zusätzlich müssen Interessierte nach Erteilung der Berufserlaubnis mindestens sechs Monate in Vollzeit im jeweiligen Fachgebiet gearbeitet haben. Bei einer Teilzeitbeschäftigung verlängert sich der erforderliche Zeitraum entsprechend.

Einige Weiterbildungsstätten verlangen außerdem:

  • eine aktuelle Beschäftigung in einer Endoskopieabteilung
  • die Zustimmung des Arbeitgebers
  • eine Kostenübernahmeerklärung
  • eine Freistellung für Unterricht und externe Praxiseinsätze
  • einen Kooperationsvertrag zwischen Arbeitgeber und Weiterbildungsstätte

Vor der Anmeldung sollte deshalb geprüft werden:

  • Wird der eigene Berufsabschluss anerkannt?
  • Reicht die bisherige Berufserfahrung aus?
  • Ist die Weiterbildungsstätte nach Landesrecht oder von der DKG anerkannt
  • Können die vorgeschriebenen Praxiseinsätze absolviert werden?
  • Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten?
  • Erfolgt eine Freistellung für Unterricht, Praktika und Prüfungen?
  • Ist eine Rückzahlungsvereinbarung vorgesehen?

Wie lange dauert die Weiterbildung Endoskopie?

Nach der aktuellen DKG-Empfehlung wird die Fachweiterbildung berufsbegleitend durchgeführt. Sie muss mindestens zwei Jahre dauern und innerhalb von höchstens fünf Jahren abgeschlossen werden.

Viele Weiterbildungsstätten planen den regulären Bildungsgang über zwei Jahre. Der Unterricht findet häufig in mehrtägigen Blockwochen statt. Zwischen den Unterrichtsblöcken arbeiten die Teilnehmenden in ihren Einrichtungen oder absolvieren vorgeschriebene externe Praxiseinsätze.

Die Fachweiterbildung umfasst nach DKG-Empfehlung mindestens:

  • 720 Stunden theoretische Weiterbildung
  • 1.800 Stunden praktische Weiterbildung
  • Modulprüfungen
  • drei praktische Leistungsnachweise
  • eine praktische Abschlussprüfung
  • eine mündliche Abschlussprüfung

Eine theoretische Unterrichtsstunde umfasst 45 Minuten. Die praktischen Stunden werden als Zeitstunden berechnet. Weiterbildungsstätten können einen größeren Umfang vorsehen oder zusätzliche Qualifikationen in den Bildungsgang integrieren.

Wie ist der theoretische Unterricht aufgebaut?

Die theoretische Weiterbildung ist modular gegliedert. Sie besteht aus einem gemeinsamen Basismodul und mehreren endoskopischen Fachmodulen. Theorie und Praxis sollen eng miteinander verbunden werden.

Modul Umfang nach DKG Zentrale Inhalte
Basismodul 80 Stunden Lernen, wissenschaftliches Arbeiten, evidenzbasierte Pflege, Projekte und berufliche Entwicklung
Prozesse in der Endoskopie 72 Stunden Organisation, Vorbereitung, Assistenz, Nachbereitung, Sedierung und Unterstützung bei Anästhesieverfahren
Sicheres Arbeiten 120 Stunden Hygiene, Medizinprodukteaufbereitung, Strahlenschutz, Arbeitssicherheit und Notfallmanagement
Gastroenterologische Endoskopie 92 Stunden Verfahren, Instrumente und Assistenz in der endoskopischen Gastroenterologie
Pneuomologische und urologische Endoskopie 64 Stunden Verfahren und Techniken in Pneumologie und Urologie
Professionelles pflegerisches Handeln 96 Stunden Pflegequalität, Prozessgestaltung, Qualitätssicherung und professionelles Rollenverständnis
Pflege und vulnerable Personengruppen 100 Stunden Pflegeanamnese, Begleitung besonders gefährdeter Menschen und individuelle Versorgung
Selbst- und Teampflege 96 Stunden Kommunikation, Teamarbeit, Selbstfürsorge und rechtliche Grundlagen

Insgesamt ergeben die Module mindestens 720 Unterrichtsstunden. Der Unterricht kann in Präsenz, digital oder in kombinierten Lernformen stattfinden. Ergänzend sind beispielsweise Fallbearbeitungen, Projektarbeiten und praktische Übungen möglich.

Einige Weiterbildungsstätten integrieren zusätzliche Qualifikationen, etwa Kurse zu Sedierung und Notfallmanagement, Strahlenschutz oder Medizinprodukteaufbereitung. Ob entsprechende Zertifikate enthalten sind, sollte vor der Anmeldung geprüft werden.

Wie läuft die praktische Weiterbildung ab?

Die praktische Weiterbildung umfasst nach der DKG-Empfehlung mindestens 1.800 Stunden. Sie findet sowohl in der eigenen Einrichtung als auch in geeigneten Kooperationskliniken oder anderen Fachabteilungen statt.

Ein großer Teil wird in einem endoskopischen Schwerpunktbereich absolviert. Zusätzlich sollen die Teilnehmenden weitere Endoskopiegebiete und wichtige Schnittstellen kennenlernen.

Praktischer Einsatzbereich Mindestumfang nach DKG
Endoskopische Gastroenterologie, Pneumologie oder Urologie als Haupteinsatz 800 Stunden
Ein weiterer endoskopischer Bereich 300 Stunden
Alternativ: zwei weitere endoskopische Bereiche jeweils 150 Stunden
Anästhesiepflege 120 Stunden
Minimalinvasive Chirurgie 80 Stunden
Pflegerische Schnittstellenabteilung 80 Stunden
Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung / Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte 40 Stunden
Wahlpflichteinsätze mindestens 380 Stunden

Als Haupteinsatz kann beispielsweise die gastroenterologische Endoskopie gewählt werden. Weitere Einsätze vermitteln Erfahrungen in pneumologischen oder urologischen Verfahren sowie an wichtigen Schnittstellen.

In der Anästhesiepflege stehen Überwachung, Atemwegsmanagement und der Umgang mit sedierten oder narkotisierten Menschen im Mittelpunkt. Die minimalinvasive Chirurgie vermittelt Einblicke in weitere interventionelle Arbeitsweisen. Der Einsatz in der Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung bzw. Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte vertieft die Kenntnisse zur Reinigung, Desinfektion, Funktionskontrolle und Dokumentation von Medizinprodukten.

Praxisanleitung und Prüfungen

Während der praktischen Einsätze werden die Teilnehmenden durch qualifizierte Praxisanleitende begleitet. Geplante und dokumentierte Anleitungen können beispielsweise die Vorbereitung einer Endoskopieeinheit, die Assistenz bei einem Eingriff, die Überwachung während einer Sedierung oder die hygienische Aufbereitung von Instrumenten betreffen.

Nach DKG-Empfehlung müssen drei benotete praktische Leistungsnachweise erbracht werden. Zusätzlich werden die theoretischen Module durch Prüfungen abgeschlossen. Je nach Weiterbildungsstätte können dazu Klausuren, Präsentationen, Fallbearbeitungen, Facharbeiten oder praktische Demonstrationen gehören.

Am Ende der Fachweiterbildung stehen eine praktische und eine mündliche Abschlussprüfung. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zeugnis und eine Urkunde über die erworbene Weiterbildungsbezeichnung.

Wo arbeiten Fachpflegepersonen für Endoskopie?

Die meisten Absolvierenden arbeiten bereits vor Beginn der Weiterbildung in einer Endoskopieabteilung. Durch den Abschluss können sie ihre fachliche Rolle vertiefen und zusätzliche Verantwortung übernehmen.

Mögliche Einsatzorte sind:

  • gastroenterologische Endoskopieabteilungen
  • pneumologische Funktionsbereiche
  • urologische Endoskopie
  • interdisziplinäre Endoskopiezentren
  • ambulante Operations- und Endoskopiezentren
  • gastroenterologische oder pneumologische Fachpraxen
  • interventionelle Funktionsbereiche
  • Kliniken mit endoskopischer Notfallversorgung

Zusätzlich können Fachpflegepersonen an der Einarbeitung neuer Mitarbeitender, an Hygiene- und Qualitätskonzepten, am Geräte- und Materialmanagement sowie an der Entwicklung pflegerischer Standards mitwirken. Welche Aufgaben tatsächlich übertragen werden, hängt von der Einrichtung, der Stellenbeschreibung und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Was kostet die Weiterbildung Endoskopie?

Die Kosten sind nicht bundesweit einheitlich. Sie hängen unter anderem von der Weiterbildungsstätte, dem Unterrichtsumfang, den enthaltenen Zusatzqualifikationen und den Prüfungsgebühren ab.

Aktuelle öffentlich zugängliche Beispiele zeigen deutliche Unterschiede:

Weiterbildungsstätte Öffentlich genannte Kosten
Weiterbildungsakademie der DRK-Schwesternschaft Berlin 5.200 Euro für interne beziehungsweise 6.500 Euro für externe Teilnehmende, jeweils zuzüglich 500 Euro Prüfungsgebühr
St. Elisabeth Gruppe / Bildungszentrum Ruhr 8.250 Euro einschließlich Prüfungs- und Verwaltungsgebühren
Niels Stensen Bildungszentrum 9.950 Euro einschließlich Prüfungsgebühren

Für externe Teilnehmende liegen diese Beispiele damit insgesamt zwischen etwa 7.000 und 9.950 Euro. Die Angaben entsprechen dem öffentlich zugänglichen Stand im Juni 2026 und können sich bei späteren Kursen ändern.

Zusätzlich können Kosten entstehen für:

  • Fahrt und Unterkunft
  • Verpflegung während der Blockwochen
  • Fachliteratur
  • externe Praxiseinsätze
  • Arbeitsausfall oder unbezahlte Freistellung
  • zusätzliche Kurs- oder Zertifikatsgebühren
Gut zu wissen!
Häufig übernimmt die beschäftigende Einrichtung die Kosten vollständig oder teilweise. Auch Freistellungen für Unterricht und Praktika sind möglich. Im Gegenzug kann eine Bindungs- oder Rückzahlungsvereinbarung abgeschlossen werden. Diese sollte vor Beginn genau geprüft werden.

Für wen lohnt sich die Weiterbildung Endoskopie?

Die Fachweiterbildung eignet sich besonders für Pflegefachpersonen, die langfristig in einem endoskopischen Funktionsbereich arbeiten möchten.

Sie kann sinnvoll sein für Menschen, die:

  • bereits in einer Endoskopieabteilung tätig sind
  • mehr Sicherheit bei komplexen Eingriffen gewinnen möchten
  • sich für Medizintechnik und interventionelle Verfahren interessieren
  • Verantwortung für Hygiene und Medizinprodukte übernehmen wollen
  • ihre Kenntnisse in Sedierung und Notfallmanagement vertiefen möchten
  • Arbeitsabläufe und Qualitätsstandards mitgestalten möchten
  • neue Mitarbeitende fachlich begleiten wollen
  • eine anerkannte Spezialisierung anstreben

Die Arbeit verlangt Konzentration, technisches Verständnis und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig ist ein einfühlsamer Umgang mit Menschen wichtig, die vor einer Untersuchung Angst haben oder mit einer belastenden Diagnose konfrontiert werden.

Unterschied zwischen Fachweiterbildung und kürzerem Endoskopiekurs

Nicht jede Weiterbildung im Bereich Endoskopie entspricht der Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie. Es gibt beispielsweise Grundkurse, Sedierungskurse und Weiterbildungen für Medizinische Fachangestellte.

Kürzerer Endoskopiekurs Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie
konzentriert sich auf ein einzelnes Thema oder Arbeitsgebiet umfasst das gesamte pflegerische Arbeitsfeld der Endoskopie
dauert häufig wenige Tage oder mehrere Monate dauert nach DKG mindestens zwei Jahre
kann sich auch an Medizinische Fachangestellte oder andere Berufsgruppen richten richtet sich nach DKG an Personen mit pflegerischer Berufserlaubnis
meist deutlich geringerer Theorieumfang mindestens 720 Stunden Theorie
keine umfassenden Praxiseinsätze in mehreren Bereichen mindestens 1.800 Stunden praktische Weiterbildung
Abschluss häufig mit Teilnahmebescheinigung oder Zertifikat Modulprüfungen sowie praktische und mündliche Abschlussprüfung
keine Gleichstellung mit der pflegerischen Fachweiterbildung anerkannte pflegerische Spezialisierung

Ein kürzerer Kurs kann sinnvoll sein, um einzelne Kompetenzen zu erwerben oder sich auf bestimmte Aufgaben vorzubereiten. Er ersetzt jedoch nicht die umfassende Fachweiterbildung nach DKG-Empfehlung.

Fazit: Umfangreiche Spezialisierung für ein technisch anspruchsvolles Pflegefeld

Die Weiterbildung Endoskopie verbindet pflegerisches Fachwissen, technische Kompetenzen und umfangreiche praktische Erfahrungen. Sie bereitet Pflegefachpersonen darauf vor, Menschen vor, während und nach endoskopischen Eingriffen sicher zu begleiten und bei diagnostischen sowie therapeutischen Verfahren professionell zu assistieren.

Nach DKG-Empfehlung umfasst die Fachweiterbildung mindestens 720 Stunden Theorie und 1.800 Stunden Praxis. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche endoskopische Bereiche, die Anästhesiepflege, die minimalinvasive Chirurgie und die Medizinprodukteaufbereitung kennen. Modulprüfungen, praktische Leistungsnachweise sowie eine praktische und mündliche Abschlussprüfung sichern die erworbenen Kompetenzen ab.

Wer langfristig in der Endoskopie arbeiten und zusätzliche fachliche Verantwortung übernehmen möchte, erhält mit der Weiterbildung eine umfassende Spezialisierung. Vor der Anmeldung sollten jedoch Anerkennung, Praxiseinsätze, Finanzierung, Freistellung und mögliche Rückzahlungsvereinbarungen genau geklärt werden.

Häufige Fragen zur Weiterbildung Endoskopie

Wie lange dauert die Weiterbildung Endoskopie?

Nach der DKG-Empfehlung dauert die berufsbegleitende Fachweiterbildung mindestens zwei und höchstens fünf Jahre. Die meisten regulären Angebote sind auf zwei Jahre ausgelegt.

Welche Berufserfahrung wird vorausgesetzt?

Nach der DKG-Empfehlung sind mindestens sechs Monate Berufserfahrung in Vollzeit im jeweiligen Fachgebiet erforderlich. Bei Teilzeitbeschäftigung verlängert sich der notwendige Zeitraum entsprechend.

Können Medizinische Fachangestellte die Fachweiterbildung absolvieren?

Die DKG-Fachweiterbildung richtet sich an Personen mit einer anerkannten pflegerischen Berufserlaubnis. Für Medizinische Fachangestellte gibt es eigene Endoskopie-Weiterbildungen, die jedoch nicht mit der pflegerischen Fachweiterbildung gleichzusetzen sind.

Welche Praxiseinsätze müssen absolviert werden?

Vorgesehen sind Einsätze in endoskopischer Gastroenterologie, Pneumologie oder Urologie sowie in Anästhesiepflege, minimalinvasiver Chirurgie, einer pflegerischen Schnittstellenabteilung und der Medizinprodukteaufbereitung.

Wie hoch sind die Kosten der Weiterbildung Endoskopie?

Aktuelle Beispiele für externe Teilnehmende liegen insgesamt zwischen etwa 7.000 und 9.950 Euro. Die tatsächlichen Gebühren hängen von der Weiterbildungsstätte und den enthaltenen Prüfungen oder Zusatzqualifikationen ab.

Ist die Weiterbildung Endoskopie staatlich anerkannt?

Das hängt von den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes ab. Besteht keine landesrechtliche Regelung, können Weiterbildungsstätten und Abschlüsse nach der DKG-Empfehlung anerkannt werden.

Medizinische und rechtliche Hinweise:

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Die enthaltenen Informationen sind nicht dafür geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. abzubrechen. Bei gesundheitlichen Anliegen und zur Klärung individueller Fragen sollte stets ein qualifizierter Arzt oder eine qualifizierte Ärztin konsultiert werden. Im Falle gesundheitlicher Probleme ist es wichtig, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Quellen

  1. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) (2022). Anlage III: Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie – Modulübersicht [Internet]. Berlin: 2022, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.dkgev.de/fileadmin/Mediapool/2_Themen/2.5._Personal_und_Weiterbildung/2.5.11._Aus-_und_Weiterbildung_von_Pflegeberufen/Pflege_in_der_Endoskopie/Download_ab_01.05.22/DKG-Fachmodule_Endo_Moduluebersicht.pdf
  2. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) (2023). DKG-Empfehlung zur pflegerischen Fachweiterbildung [Internet]. Berlin: 2023, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.dkgev.de/fileadmin/Mediapool/2_Themen/2.5._Personal_und_Weiterbildung/2.5.11._Aus-_und_Weiterbildung_von_Pflegeberufen/Pflegerische_Weiterbildung/Downloads_ab_04.07.2023/DKG-Empfehlung_Pflegerische_Fachweiterbildungen.pdf
  3. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) (2023). Gegenüberstellung – praktische Weiterbildung Pflege in der Endoskopie [Internet]. Berlin: 2023, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.dkgev.de/fileadmin/default/Mediapool/2_Themen/2.5._Personal_und_Weiterbildung/2.5.11._Aus-_und_Weiterbildung_von_Pflegeberufen/Pflege_in_der_Endoskopie/Downloads_ab_04.07.2023/Gegenueberstellung_Praxis_Endo_DKG_Landesverordnung.pdf
  4. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) (2023). Pflege in der Endoskopie [Internet]. Berlin: 2023, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.dkgev.de/themen/personal-weiterbildung/aus-und-weiterbildung-von-pflegeberufen/pflege-in-der-endoskopie/
  5. DRK-Schwesternschaft Berlin e. V. (2024). Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie – Endo 2026/2028 [Internet]. Berlin: 2024, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://degea.de/fileadmin/veranstaltungen/weiterbildung/berlin2026.pdf
  6. Niels-Stensen-Kliniken (o. J.). Fachweiterbildung Pflege in der Endoskopie [Internet]. Osnabrück: o. J., abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.niels-stensen-kliniken.de/niels-stensen-bildungszentrum/weiterbildung/fachweiterbildung-pflege-in-der-endoskopie.html
  7. St. Elisabeth Gruppe (2026). Pflege in der Endoskopie [Internet]. Herne: 2026, abgerufen am 23. Juni 2026, Verfügbar unter: https://www.elisabethgruppe.de/campus/weiterbildung/weiterbildungen-fuer-medizinische-fachkraefte/pflege-in-der-endoskopie/detail/pflege-in-der-endoskopie-2

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