Seit dem 1. Mai 2026 verdienen Pflegekräfte im TVöD-P mehr. Die Tabellenentgelte wurden im zweiten Schritt des Tarifabschlusses für Bund und Kommunen um 2,8 Prozent erhöht. Bereits zum 1. April 2025 waren die Gehälter um drei Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich, gestiegen. Damit gelten seit Mai 2026 neue Tabellenwerte für die Pflege-Entgeltgruppen P5 bis P16. Wie hoch das Gehalt aktuell ausfällt, hängt von der jeweiligen Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe ab. Zusätzlich zum Tabellenentgelt können unter anderem Pflege-, Schicht- und Wechselschichtzulagen sowie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit hinzukommen.
Du arbeitest in der Pflege und hast in den letzten Wochen ständig vom PNOG gehört? Dann geht es dir wie vielen Kolleginnen und Kollegen. Die Schlagzeilen drehen sich fast immer um Pflegegeld, Beiträge und Eigenanteile. Für dich ist aber eine andere Frage entscheidend: Was davon landet auf deiner Schicht, in deinem Gehaltszettel und in deinen Beratungsgesprächen? Wir haben uns den Entwurf angesehen und die Punkte herausgesucht, die deinen Berufsalltag betreffen.
Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in der Pflege (kurz: TVöD Pflege) gilt für professionell Pflegende in öffentlichen Einrichtungen von Bund und Kommunen. Konkret betrifft der TVöD Pflege alle Pflegefachkräfte, die in einem Krankenhaus, in einer Psychiatrie oder in der Altenpflege beschäftigt sind. Vorausgesetzt, die jeweilige Einrichtung befindet sich in öffentlicher Hand. Der TVöD Pflege regelt neben Gehalt und Sonderzahlungen in der Pflege auch Themen wie Überstunden, Bereitschaftsdienste, Urlaub sowie Arbeitszeiterfassung.
Wenn die Flure dunkel sind, das Pflegeheim oder die Station zur Ruhe kommt und nur die Nachtlampen brennen, beginnt für viele Pflegekräfte erst der eigentliche Arbeitstag. Der Nachtdienst in der Pflege ist anstrengend, verantwortungsvoll – und rechtlich klarer geregelt, als viele denken. Trotzdem kursieren in der Praxis ständig dieselben Fragen: Wie viele Nächte am Stück sind eigentlich erlaubt? Wie viel Geld bekomme ich pro Nachtdienst? Und ist „Nachtwache“ rechtlich dasselbe wie „Nachtdienst“? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen entlang der einschlägigen Gesetze und der aktuellen Rechtsprechung.
Demenz, Depression, Delir: Immer mehr Menschen höheren Alters benötigen nicht nur körperliche Pflege, sondern auch Personal mit psychiatrischer Kompetenz. Die Gerontopsychiatrie ist genau dafür da und sie eröffnet Dir als Pflegefachkraft ein anspruchsvolles, sinnstiftendes und stark nachgefragtes Berufsfeld. Aber wie sieht ein typischer Arbeitstag eigentlich aus? Welche Krankheitsbilder begegnen Dir? Und was kosten die Versorgung und Weiterbildung? Dieser Artikel soll Dir einen fundierten Überblick geben.
Der Dienstplan ist für Pflegekräfte weit mehr als nur ein Stück Papier an der Pinnwand – er bestimmt, wann alle arbeiten, wann Zeit zum Schlafen ist, wann Zeit für Familie und Freund:innen bleibt. Gleichzeitig ist er eines der häufigsten Streitthemen zwischen Arbeitgebenden und Beschäftigten in Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Diensten. Doch was ist beim Thema „Dienstplan Pflege” rechtlich überhaupt erlaubt? Welche Grenzen setzt das Arbeitszeitgesetz? Und was können Pflegende tun, wenn der eigende Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Regeln dehnt oder bricht? Dieser Artikel bietet einen fundierten Überblick – mit konkreten Beispielen.
In einer Progredienzangstgruppe kommen Menschen zusammen, die mit einer fortschreitenden Erkrankung wie Parkinson oder MS leben. Der gemeinsame Rahmen bietet einen geschützten Raum, in dem nicht die Heilung im Fokus steht, sondern der möglichst lange Erhalt von Selbstständigkeit, Lebensqualität und persönlicher Handlungsfähigkeit. Für den aktuellen Artikel konnten wir Dr. habil. Folkerts der Uniklinik Köln für ein Interview gewinnen. Sie hat Ihre Einblicke in die Arbeit mit Progredienzangstgruppen mit uns geteilt.
Reisen bedeutet Freiheit, neue Eindrücke und Lebensqualität – auch für Menschen mit Parkinson. Damit unterwegs alles möglichst reibungslos verläuft, gibt es jedoch einige wichtige Aspekte zu beachten: von der richtigen Planung über den Umgang mit Medikamenten bis hin zur Wahl der Transportmittel. Wertvolle persönliche Einblicke und praktische Tipps liefert unser Interview, in welchem ein pflegender Angehöriger seine Erfahrungen mit uns teilt.
Während meines Aufenthalts in einer Berliner Klinik für einen ambulanten Eingriff hatte ich – bedingt durch eine unerwartete längere Operation vor meiner eigenen – Zeit, mich mit dem Pflegepersonal zu unterhalten. Ein Teil des Teams, Anästhesist und Anästhesiepfleger:innen, arbeiten nicht fest in dieser Klinik, sondern im sogenannten Springerdienst. Das heißt: Gemeinsam mit dem Anästhesisten sind Teile des Pflegepersonals in wechselnden Einsatzorten aktiv und arbeiten dort, wo sie gebraucht werden. Das folgende Gespräch stammt aus dem Gedächtnisprotokoll, denn außer rückenfreier Robe und Kopfhaube hatte ich leider nichts bei mir. Das Gespräch bietet dennoch einen guten Einblick in das genannte Arbeitsmodell. Die Gesprächsteilnehmenden wurden anonymisiert.
Gerade im Pflegebereich sind körperliche und psychische Belastungen hoch. Nach längerer Erkrankung oder einem Unfall stellt sich daher häufig die Frage, wie der berufliche Wiedereinstieg gelingen kann. Die stufenweise Wiedereingliederung – oft als „Hamburger Modell“ bezeichnet – ermöglicht eine schrittweise Rückkehr in den Arbeitsalltag. Die tägliche Arbeitszeit wird dabei langsam gesteigert, bis die volle Belastbarkeit wieder erreicht ist.