Lungenfibrose: Ursachen, Symptome und Therapie
Veröffentlicht am 21.01.2026

Bei der Lungenfibrose wird Gewebe steif. Quelle: Canva.de
Die Lungenfibrose ist eine chronische, fortschreitende Lungenerkrankung, die für Betroffene und ihre Angehörigen mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Fragen wie „Was ist Lungenfibrose?“, „Wie macht sich Lungenfibrose bemerkbar?“ oder „Wie lange lebt man noch mit Lungenfibrose?“ stehen häufig im Mittelpunkt. Der folgende Artikel gibt einen strukturierten Überblick über die Erkrankung, erklärt typische Symptome, mögliche Ursachen, diagnostische Hinweise und therapeutische Ansätze.
Lungenfibrose-was ist das?
Bei einer Lungenfibrose kommt es zu einer krankhaften Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge. Dabei wird das normale, elastische Lungengewebe zunehmend durch narbiges, starres Gewebe ersetzt. Diese Umbauprozesse führen dazu, dass sich die Lunge schlechter ausdehnen kann und der Sauerstoffaustausch im Körper eingeschränkt wird. Die Erkrankung gehört zu den interstitiellen Lungenerkrankungen und verläuft in der Regel chronisch fortschreitend.
Lungenfibrose-Ursachen-was löst eine Lungenfibrose aus?
Die Frage „Was sind die Ursachen einer Lungenfibrose?“ lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache unklar. In diesem Fall spricht man von einer idiopathischen Lungenfibrose.
Bekannte Auslöser und Risikofaktoren sind jedoch unter anderem:
- langjährige Schadstoff- oder Staubexposition (z. B. Asbest, Quarz)
- bestimmte Medikamente (z. B. Chemotherapeutika, Amiodaron)
- Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie
- chronische Entzündungen der Lunge
- wiederholtes Einatmen von Magensäure bei Reflux
Was sind die ersten Anzeichen von Lungenfibrose?
Die ersten Symptome entwickeln sich in der Regel schleichend. Viele Betroffene nehmen sie zunächst kaum wahr oder führen sie auf eine allgemeine Leistungsminderung zurück.

Anna Liebig
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Zu den frühen Anzeichen zählen:
- zunehmende Atemnot bei Belastung
- trockener Reizhusten ohne Auswurf
- rasche Erschöpfbarkeit
Die Frage „Was sind die ersten Anzeichen von Lungenfibrose?“ ist deshalb klinisch bedeutsam, da eine frühe Diagnose den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.
Lungenfibrose-Symptome-wie macht sich die Erkrankung bemerkbar?
Im weiteren Verlauf verstärken sich die Beschwerden. Typische Symptome der Lungenfibrose sind zunehmende Atemnot auch in Ruhe, anhaltender trockener Husten und deutlich reduzierte körperliche Belastbarkeit. Zudem berichten viele Betroffene über ungewollten Gewichtsverlust und allgemeine Schwäche.
Häufig wird die Frage gestellt: „Welche Schmerzen hat man bei Lungenfibrose?“ Direkte Lungenschmerzen sind eher untypisch, da das Lungengewebe selbst schmerzunempfindlich ist. Schmerzen können jedoch durch die Atemhilfsmuskulatur, Verspannungen im Brustkorb oder Begleiterkrankungen entstehen.
Wie wird eine Lungenfibrose diagnostiziert?
Die Diagnostik basiert auf einer Kombination mehrerer Untersuchungen. Dazu gehören eine ausführliche Anamnese, eine körperliche Untersuchung, Lungenfunktionsprüfungen sowie bildgebende Verfahren. Besonders wichtig ist die hochauflösende Computertomographie (HRCT) des Brustkorbs, da sie typische fibrotische Veränderungen sichtbar machen kann.
Ergänzend können Blutuntersuchungen, eine Bronchoskopie oder in seltenen Fällen eine Lungenbiopsie notwendig sein. Die Diagnose wird häufig interdisziplinär durch Lungenfachärzt:innen, Radiolog:innen und ggf. Rheumatolog:innen gestellt.
Welche Blutwerte sind bei Lungenfibrose erhöht?
Laboruntersuchungen sind für die Diagnose allein nicht ausreichend, können jedoch Hinweise liefern. Bei Patient:innen sind häufig unspezifische Entzündungsparameter wie CRP oder BSG erhöht. Bei begleitenden Autoimmunerkrankungen finden sich mitunter spezifische Autoantikörper. Blutwerte dienen vor allem der Differenzialdiagnostik und Verlaufskontrolle.
Ist eine Lungenfibrose heilbar?
Viele Betroffene fragen sich: „Ist Lungenfibrose heilbar? Gibt es eine vollständige Genesung?“ Nach aktuellem medizinischem Stand gilt die Erkrankung als nicht heilbar, da sich das vernarbte Lungengewebe nicht zurückbilden kann. Das Ziel der Therapie besteht daher darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.
Therapie der Lungenfibrose im Überblick
Die Behandlung richtet sich nach Form und Ursache der Erkrankung. Moderne antifibrotische Medikamente können das Fortschreiten bestimmter Formen verlangsamen. Ergänzend kommen Sauerstofftherapie, Atemtherapie und rehabilitative Maßnahmen zum Einsatz. In ausgewählten Fällen kann auch eine Lungentransplantation in Betracht gezogen werden. Eine ganzheitliche Betreuung berücksichtigt auch psychische und soziale Aspekte.
Wie ist die Lebenserwartung bei Lungenfibrose?
Die Lebenserwartung bei Lungenfibrose ist individuell sehr unterschiedlich. Der Verlauf hängt von der Art der Fibrose, dem Stadium der Erkrankung bei Diagnosestellung, der Reaktion auf die Therapie und von Begleiterkrankungen ab. Während manche Betroffene über Jahre relativ stabil bleiben, schreitet die Erkrankung bei anderen schneller fort.
Lungenfibrose: wie stirbt man bei der Erkrankung?
Die Frage „Wie stirbt man an Lungenfibrose?“ ist verständlich, aber für viele Patient:innen und Angehörige sehr belastend. In fortgeschrittenen Stadien kann es durch den zunehmenden Sauerstoffmangel zu Atemversagen kommen. Häufig treten zudem Begleitkomplikationen wie Infektionen oder Herzbelastungen auf. Eine frühzeitige palliativmedizinische Betreuung kann dabei helfen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität bis zuletzt zu verbessern.
Fazit
Die Lungenfibrose ist eine ernsthafte, chronische Lungenerkrankung, die frühzeitig erkannt und interdisziplinär behandelt werden sollte. Auch wenn sie nicht heilbar ist, können moderne Therapiekonzepte den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Eine gute Aufklärung, individuelle Betreuung und symptomorientierte Behandlung sind entscheidend für die Lebensqualität der Betroffenen.
Häufige Fragen zur Lungenfibrose
Was ist eine Lungenfibrose?
Bei einer Lungenfibrose kommt es zu einer krankhaften Umwandlung von gesundem, elastischem Lungengewebe in bindegewebiges Narbengewebe. Dieses Narbengewebe ist deutlich weniger dehnbar, wodurch sich die Lunge nicht mehr ausreichend ausdehnen kann. Der Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid wird dadurch zunehmend eingeschränkt.
Welche sind die typischen Symptome einer Lungenfibrose?
Zu den häufigsten Symptomen zählen zunehmende Atemnot, zunächst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe, sowie ein trockener, anhaltender Reizhusten. Viele Betroffene berichten zudem über eine abnehmende Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung und Müdigkeit. Im fortgeschrittenen Stadium können weitere Zeichen wie ungewollter Gewichtsverlust, Trommelschlegelfinger oder bläuliche Verfärbungen von Lippen und Fingern (Hinweis auf Sauerstoffmangel) auftreten.
Ist Lungenfibrose heilbar?
Nach heutigem medizinischem Stand ist eine Lungenfibrose nicht heilbar, da das entstandene Narbengewebe nicht rückgängig gemacht werden kann. Die Erkrankung ist jedoch behandelbar.
Wie lange lebt man noch mit Lungenfibrose?
Die Lebenserwartung bei Lungenfibrose ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der Form der Erkrankung, dem individuellen Verlauf, dem Zeitpunkt der Diagnose sowie dem Ansprechen auf die Therapie ab. Einige Formen verlaufen langsam über viele Jahre, andere können schneller fortschreiten.
Welche Blutwerte sind bei Lungenfibrose erhöht?
Spezifische Blutwerte, die eine Lungenfibrose eindeutig nachweisen, gibt es nicht. Häufig finden sich jedoch unspezifische Entzündungswerte wie CRP oder BSG erhöht. Bei bestimmten Formen können auch Autoantikörper nachweisbar sein, was auf eine zugrunde liegende Autoimmunerkrankung hinweist.
Medizinische und rechtliche Hinweise:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Die enthaltenen Informationen sind nicht dafür geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. abzubrechen. Bei gesundheitlichen Anliegen und zur Klärung individueller Fragen sollte stets ein qualifizierter Arzt oder eine qualifizierte Ärztin konsultiert werden. Im Falle gesundheitlicher Probleme ist es wichtig, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Quellen
- Amboss. Interstitielle Lungenparenchymerkrankungen. Zuletzt abgerufen am 12.01.2026. https://next.amboss.com/de/article/Nh0-Vf?q=lungenfirbose
- AWMF-Leitlinie Idiopathische Lungenfibrose. Zuletzt abgerufen am 12.01.2026. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/020-016
- Lungeninformationsdienst. Helmholtz Zentrum München. Zuletzt abgerufen am 12.01.2026. https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenfibrose
- Costabel U. Interstitielle Lungenerkrankungen: Grundlagen. In: Kroegel C, Costabel U, Bals R, Taube C, Hrsg. Referenz Pneumologie. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2024.
- Duale Reihe Innere Medizin > Idiopathische Lungenfibrose. Arastéh K, Baenkler H, Bieber C, Boesecke C, Brandt R, Bruns B, Bugaj T, Chatterjee T, Ditting T et al., Hrsg. 5., vollständig überarbeitete Auflage. Stuttgart: Thieme; 2024.











