Rund neun Millionen Menschen hierzulande sind zuckerkrank; zirka 95 Prozent davon mit der Diagnose „Typ-2-Diabetes“ – früher oft als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Dieser Begriff ist inzwischen jedoch überholt, da mittlerweile auch immer mehr jüngere Menschen an dieser erst einmal meist nicht insulinpflichtigen Diabetesform erkranken, aufgrund von Übergewicht und einer ungesunden Lebensweise. In deinem Pflegealltag begegnet dir diese Diabetesform am häufigsten. Was du dazu wissen solltest – von der richtigen Ernährung bis hin zum Erkennen von diabetischen Folgeerkrankungen – haben wir hier einmal für dich zusammengefasst; natürlich mitsamt vielen praxisrelevanten Tipps.
Alarm im Darm? Mit Hausmitteln gegen Verstopfung, Blähungen oder auch Durchfall haben schon unsere Großmütter entsprechende Wehwehchen kuriert. Doch mittlerweile geht es um weit mehr als nur darum, dass unser Verdauungssystem reibungslos funktioniert. Denn seit einigen Jahren befasst sich die sogenannte Mikrobiomforschung intensiv mit der Darmflora, deren Zusammensetzung weit über reine Verdauungsprobleme hinaus unsere Gesundheit und auch die Entstehung oder Vermeidung von Krankheiten beeinflusst über das sogenannte „Darm-Immunsystem“. Umso wichtiger ist es, den Darm mit all jenen Nahrungsmitteln zu „füttern“, die eine gesunde Darmflora und eine möglichst optimale Verdauung unterstützen – speziell im Alter, wenn der Appetit erfahrungsgemäß etwas nachlässt.
„Ich habe keinen Durst“ oder „Ich mag nichts trinken“ – diese Sätze von Senior:innen hörst du in deinem Pflegealltag regelmäßig, oder? Denn mit zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden nach und das Trinkverhalten verändert sich. Parallel kommt es bei betagten Menschen häufig zu erhöhten Flüssigkeitsverlusten des Körpers, beispielsweise durch vorliegende Erkrankungen oder Medikamente. Die Folge: ein Flüssigkeitsmangel des Körpers mit möglicherweise beträchtlichen gesundheitlichen Auswirkungen.
Das inzwischen zur Gewohnheit gewordene ein oder andere Schnäpschen oder Glas Wein/Bier zur vermeintlichen Entspannung, die regelmäßige Zigarette oder auch (die verordneten) Tabletten zur Beruhigung oder gegen Schlafprobleme: Ob Alkohol, Medikamente, Tabak oder stundenlange Computeraktiviäten – Sucht im Alter kommt weit häufiger vor als gedacht. Denn die Dunkelziffer ist erschreckend hoch, und umso wichtiger ist es daher, Suchtprobleme im Alter möglichst rechtzeitig zu erkennen, um darauf überhaupt und möglichst früh reagieren zu können. Eine durchaus große Herausforderung für dich als Pflegekraft, bei der wir dich hier gern mit ein paar Tipps unterstützen möchten.
Weihnachten naht mit Riesenschritten: In den Straßen und Fenstern glitzert festliche Beleuchtung, in der Luft liegt ein weihnachtlich-würziger Duft und die Backöfen laufen bereits heiß, um die Keksdosen rechtzeitig zu füllen. Und alljährlich stellt sich die Frage neu: Was gibt es an den Feiertagen zu essen? Denn etwas Besonderes auf dem Teller gehört für die meisten Menschen zu Weihnachten ebenso dazu wie Kerzenlicht und Tannengrün – egal, wie alt sie sind. Allerdings verändern sich mit zunehmendem Alter die Bedürfnisse an die Speisen. Wir haben einmal zusammengestellt, worauf es bei der Rezeptauswahl ganz besonders ankommt und auch gleich ein paar leckere festliche Gerichte herausgesucht, die sich besonders gut für ältere Menschen eignen.
„Du bist, was du isst“ – dieses rund 175 Jahre alte, leicht abgewandelte Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach ist aktueller denn je. Denn immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen belegen inzwischen, wie stark das körperliche und auch seelische Wohlbefinden von der Darmgesundheit und dem Darmmikrobiom abhängen – speziell im Alter. Wie es um den unteren Part des Verdauungssystems bestellt ist, beeinflusst unter anderem die Ernährung. Hinzukommen aber noch etliche weitere Faktoren, die mit zunehmendem Alter Einfluss auf die Verdauung und damit die Gesundheit sowie den Alltag nehmen.
Psychische Erkrankungen nehmen immer mehr zu, werden jedoch oft zu spät erkannt und gelten noch immer als Tabu-Thema. Für mehr Aufmerksamkeit sorgt hier seit 1992 alljährlich am 10. Oktober im Rahmen einer Aktionswoche der Internationale Tag der seelischen Gesundheit (World Mental Health Day), initiiert von der World Federation for Mental Health (WFMH) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wir wollen diesen Tag zum Anlass nehmen, das Thema „Altersdepression“ genauer zu beleuchten.
Mangelernährung entsteht typischerweise dann, wenn der Körper über einen längeren Zeitraum hinweg zu wenig Energie, Eiweiß oder Mikronährstoffe erhält. Gerade im Alter kann dies mitunter schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen und damit die Lebensqualität und auch die Lebenszeit negativ beeinflussen. Solch ein Mangelzustand ist speziell unter geriatrischen Patient:innen weit verbreitet: Schätzungen zufolge liegt hier die Prävalenz, also die Häufigkeit, auf internationaler Ebene bei rund 50 Prozent. Dabei geht es nicht nur um eine zu geringe Energiezufuhr, sondern auch um eine generell zu nährstoffarme Ernährung.
Jeder Mensch schluckt etwa 2.000 Mal pro Tag. Was bei Gesunden meistens unbewusst und problemlos funktioniert, bereitet Menschen mit Demenz allerdings häufig Schwierigkeiten. Viele Betroffene leiden laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft an einer Schluckstörung (Dysphagie), verursacht durch eine Beeinträchtigung des Schluckreflexes. Diese Probleme nehmen im Laufe der Erkrankung häufig zu und können sich erheblich auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Umso wichtiger ist es, für das Pflegepersonal, die Anzeichen von Schluckstörungen bei ihren betreuten Patient:innen möglichst frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Aktuell leben hierzulande mehr als 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz-Erkrankung, die meisten davon sind an einer Alzheimer-Demenz erkrankt – Tendenz steigend. Demenzerkrankungen stellen daher eine der größten Herausforderungen in der Pflege älterer Menschen dar – gekennzeichnet durch einen fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten, der das tägliche Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigt.