Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in – Gehalt

Veröffentlicht am 18.07.2025

Es ist Geld auf einem Tisch zu sehen.
Ausbildungsgehaltca. 1.200 Euro
Einstiegsgehaltca. 2.500 Euro
Durchschnittsgehalt3.200 Euro

Als Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in hilfst du Menschen, die krank, alt oder pflegebedürftig sind. Du arbeitest zum Beispiel im Krankenhaus, im Pflegeheim oder bei einem Pflegedienst. Dort unterstützt du Pflegefachkräfte, hilfst beim Waschen, Essen, Anziehen oder einfach beim Dasein für andere. Es ist ein wichtiger Beruf, in dem du viel Verantwortung übernimmst. Deshalb ist das Gehalt natürlich ein spannendes Thema.

Aktuelle Jobs als Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in -

Einstiegsgehalt brutto

Wenn du deine Ausbildung zur:m Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in erfolgreich beendet hast und deinen ersten Job beginnst, bekommst du ein sogenanntes Bruttogehalt. Das ist das Gehalt, das auf deinem Arbeitsvertrag steht – bevor Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.

Das Bruttogehalt ist nicht das Geld, das du am Ende wirklich auf dein Konto bekommst. Von diesem Betrag werden noch abgezogen:

- Steuern
- Krankenversicherung
- Rentenversicherung
- Pflegeversicherung
- Arbeitslosenversicherung

Was dann übrig bleibt, nennt man Nettogehalt – und darum geht es im nächsten Abschnitt.

Als Einsteiger:in kannst du mit einem Bruttogehalt zwischen etwa 2.100 und 2.900 Euro im Monat rechnen.

Das bedeutet:

  • 2.100 Euro brutto ist eher das untere Ende – z. B. bei privaten Pflegeeinrichtungen oder in Bundesländern mit niedrigeren Löhnen.
  • 2.900 Euro brutto bekommst du eher, wenn du in einem öffentlichen Krankenhaus arbeitest oder in einem Bundesland mit höheren Löhnen (wie Bayern oder Baden-Württemberg).

Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in - Gehalt mit Berufserfahrung brutto

Wenn du als Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in länger arbeitest, steigt in der Regel auch dein Gehalt. Denn je mehr Berufserfahrung du hast, desto hilfreicher bist du für deinen Arbeitgeber und das wird finanziell belohnt.

Anna Liebig

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Öffentlicher Dienst

Wenn du als Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in in einem Krankenhaus, einer Pflegeeinrichtung oder einem Pflegedienst arbeitest, der zum öffentlichen Dienst gehört (z. B. Stadt, Kommune oder Land), wirst du nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst im Bereich Pflege (TVöD-P) bezahlt. Dieser Tarifvertrag regelt genau, wie viel du verdienst – und wann dein Gehalt automatisch steigt.

Dabei wirst du in eine Entgeltgruppe eingeordnet. Für Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:innen ist das meist die Gruppe P5. Innerhalb dieser Gruppe gibt es verschiedene Stufen, die sich nach deiner Berufserfahrung richten. Hier ein Beispiel für das Bruttogehalt in der Entgeltgruppe P5 (Stand 2025):

Stufe Berufserfahrung Monatliches Bruttogehalt
Stufe 1 0 bis 1 Jahr 2.828,00 €
Stufe 2 ab 1 Jahr 3.060,63 €
Stufe 3 ab 3 Jahren 3.129,01 €
Stufe 4 ab 6 Jahren 3.243,28 €
Stufe 5 ab 10 Jahren 3.329,01 €
Stufe 6 ab 15 Jahren 3.530,40 €

Das bedeutet für dich:

  • Du musst nicht verhandeln, denn die Erhöhungen passieren automatisch mit deiner Erfahrung.
  • Du hast eine klare Perspektive, wie sich dein Gehalt in den nächsten Jahren entwickeln kann.
  • In der höchsten Stufe verdienst du 700 € mehr als beim Berufseinstieg.

Kirchliche Einrichtungen

Viele Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:innen arbeiten nicht beim Staat, sondern bei kirchlichen Trägern – zum Beispiel bei der Caritas (katholisch) oder der Diakonie (evangelisch). Auch diese Arbeitgeber haben Tarifverträge, die sich stark am öffentlichen Dienst orientieren. Sie heißen zum Beispiel:

  • AVR Caritas (Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas)
  • AVR Diakonie oder AVR DW-EKD (für evangelische Einrichtungen)

Auch hier gibt es Eingruppierungen und Erfahrungsstufen, ähnlich wie beim TVöD-P. Für Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:innen liegt das Gehalt meist etwas unter oder auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes, aber nie weit darunter.

Beispiel AVR Caritas (2025):

  • Einstiegsgehalt liegt bei ca. 2.800 € brutto
  • Mit zunehmender Erfahrung steigt es auf ca. 3.500 € brutto und mehr
nicht tarifgebunden
Aber Achtung: Es gibt auch kleine kirchliche Träger, die sind. Dort kann das Gehalt niedriger sein oder individuell verhandelt werden.

Private Einrichtungen

Wenn du bei einem privaten Träger arbeitest – also nicht im öffentlichen Dienst und nicht bei einem kirchlichen Arbeitgeber – kann dein Gehalt sehr unterschiedlich ausfallen.

Private Einrichtungen sind zum Beispiel:

  • private Pflegeheime oder Kliniken,
  • Pflegedienste in privater Hand,
  • oder große private Ketten wie Korian, Alloheim, Pro Seniore usw.

Wie viel du hier verdienst, hängt ganz davon ab, ob ein Tarifvertrag gilt oder nicht. Es gibt private Einrichtungen, die sich an den Tarif des öffentlichen Dienstes anlehnen – aber viele tun das nicht. Deshalb liegt das Gehalt oft unter dem TVöD-Niveau.

Typische Spanne (2025):

  • Einstiegsgehalt: ca. 2.300 € bis 2.700 € brutto
  • Mit Erfahrung: bis zu 3.000 € brutto, manchmal auch mehr – aber ohne feste Regelung

Wichtig: Es gibt keinen einheitlichen Tarifvertrag, an den sich alle privaten Anbieter halten müssen. Das heißt:

  • Manche zahlen deutlich weniger als im öffentlichen Dienst,
  • andere zahlen gut – vor allem, wenn Pflegekräfte knapp sind.

Was solltest du beachten?

  • Frag beim Vorstellungsgespräch immer nach dem Gehalt – und auch, ob es feste Stufen oder Erhöhungen gibt.
  • Wenn du kein Tarifgehalt bekommst, musst du selbst verhandeln – das kann schwer sein, besonders am Anfang.
  • Manche private Arbeitgeber bieten Zusatzleistungen wie Boni, Prämien oder mehr Urlaub – das kann ein Vorteil sein, muss aber nicht.

Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in - Nettogehalt

Wenn du zum ersten Mal einen Arbeitsvertrag siehst, wirst du dort dein Bruttogehalt lesen. Das ist die Summe, die dein:e Arbeitgeber:in dir offiziell bezahlt – aber davon gehen noch Abzüge weg, bevor du das Geld wirklich bekommst. Das Geld, das am Ende des Monats auf deinem Konto landet, nennt man Nettogehalt.

Brutto = ganzes Gehalt (vor Abzügen)

Netto = das, was du wirklich bekommst

Was wird vom Bruttogehalt abgezogen?

  1. Steuern
    • Lohnsteuer
    • ggf. Kirchensteuer
    • Solidaritätszuschlag (in den meisten Fällen nur noch sehr gering)
  2. Sozialabgaben (jeder zahlt sie in Deutschland)
    • Krankenversicherung
    • Rentenversicherung
    • Arbeitslosenversicherung
    • Pflegeversicherung

Diese Abgaben sind gesetzlich vorgeschrieben. Du musst sie also zahlen, wenn du in einem normalen Arbeitsverhältnis bist. Mit diesen Abzügen wird z. B. deine spätere Rente finanziert, deine Krankenversicherung bezahlt oder du bekommst Geld vom Staat, wenn du mal arbeitslos wirst. Es ist also nicht „weg“, sondern wird für dich genutzt – aber du kannst nicht frei darüber verfügen.

Beispielrechnungen: Brutto vs. Netto für Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:innen

Alle Beispiele gelten für:

  • Wohnort: Nordrhein-Westfalen
  • Gesetzlich versichert
  • Kein Zusatzbeitrag
  • Keine Kirchensteuer (außer bei Beispiel 4)
Beispiel Bruttogehalt Steuerklasse Besonderheiten Netto (ca.)
1. Berufseinsteiger:in, ledig 2.828 € 1 keine Kinder 1.935 €
2. Mit Berufserfahrung, ledig 3.243 € 1 keine Kinder 2.135 €
3. Mit Kind (alleinerziehend) 3.060 € 2 1 Kind 2.090 €
4. Berufseinsteiger:in, kirchlich 2.828 € 1 mit Kirchensteuer 1.910 €
5. Verheiratet, Partner:in ohne Einkommen 3.243 € 3 keine Kinder 2.360 €
6. In Teilzeit (75 %) 2.100 € 1 keine Kinder 1.520 €
7. Berufserfahrung, verheiratet, 1 Kind 3.530 € 3 1 Kind 2.580 €

Was du aus diesen Beispielen mitnehmen kannst:

  • Verheiratete oder Eltern mit Kind zahlen oft weniger Steuern → mehr Netto.
  • Mit mehr Berufserfahrung steigt das Brutto – und auch dein Netto.
  • In Teilzeit ist das Netto natürlich niedriger – aber oft steuerlich etwas „günstiger“ pro Stunde.
  • Die Steuerklasse macht einen großen Unterschied!
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Fazit: Was kannst du als Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in verdienen?

Wenn du Gesundheits- und Krankenpflegeassistent:in wirst, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.100 bis 2.900 Euro brutto im Monat rechnen. Wie viel genau du verdienst, hängt davon ab:

  • wo du arbeitest (öffentlicher Dienst, kirchlicher oder privater Träger),
  • wie viel Berufserfahrung du hast,
  • und welche Regelungen bei deinem Arbeitgeber gelten.

Mit den Jahren steigt dein Gehalt – besonders im öffentlichen Dienst oder bei kirchlichen Trägern sehr verlässlich. Dort kannst du mit Erfahrung über 3.500 Euro brutto verdienen. Auf deinem Konto landen netto meist zwischen 1.900 und 2.600 Euro, je nach Steuerklasse, Kindern oder Arbeitszeit.

Häufige Fragen zur Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz

Was ist ein:e Gesundheits- und Pflegeassistent:in?

Ein:e Gesundheits- und Pflegeassistent:in (GPA) unterstützt Pflegefachkräfte in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder bei ambulanten Pflegediensten. Du hilfst Patient:innen und Pflegebedürftigen bei alltäglichen Aufgaben wie Körperpflege, Essen, Anziehen oder Mobilität. Außerdem übernimmst du organisatorische Tätigkeiten, dokumentierst Pflegeabläufe und achtest auf das Wohlbefinden der betreuten Personen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre und kombiniert Unterricht an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in verschiedenen Pflegebereichen.

Was macht ein:e Krankenpflegeassistent:in?

Ein:e Krankenpflegeassistent:in übernimmt ähnliche Aufgaben wie ein:e Gesundheits- und Pflegeassistent:in, arbeitet aber vor allem in Krankenhäusern oder Reha-Kliniken. Dort unterstützt du Pflegefachkräfte bei der Versorgung von Patient:innen, zum Beispiel beim Bettenmachen, bei der Wundversorgung, bei der Nahrungsaufnahme oder beim Messen von Blutdruck und Puls. Du sorgst dafür, dass die Patient:innen sich wohlfühlen und trägst dazu bei, dass der Stationsablauf reibungslos funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegehelfer:in und Pflegeassistenz?

Der größte Unterschied liegt in der Ausbildungsdauer und Verantwortung. Pflegehelfer:innen haben eine einjährige Ausbildung oder eine kürzere Qualifizierung und übernehmen vor allem grundpflegerische Tätigkeiten, also Unterstützung bei Körperpflege, Essen oder Mobilität. Pflegeassistent:innen hingegen absolvieren eine zweijährige Ausbildung mit mehr theoretischen und praktischen Inhalten. Sie dürfen zusätzliche Aufgaben übernehmen, etwa bei der Medikamentengabe oder in der Pflegedokumentation. Damit sind Pflegeassistent:innen häufig breiter einsetzbar und werden etwas besser bezahlt als Pflegehelfer:innen.

Quellen

  1. Gehalt.de. (o. D.). Krankenpflegehelfer/in – Gehalt und Verdienstmöglichkeiten. Abgerufen am 16. Juli 2025, von www.gehalt.de/beruf/krankenpflegehelfer
  2. StepStone.de. (o. D.). Gehalt als Pflege-Assistent:in. Abgerufen am 16. Juli 2025, von www.stepstone.de/gehalt/Pflege-Assistent-in.html
  3. Kununu.com. (o. D.). Gesundheits- und Krankenpflegehelfer:in – Gehaltsübersicht. Abgerufen am 16. Juli 2025, von www.kununu.com/de/gehalt/gesundheits-und-krankenpflegehelfer-in-45242

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