Bluthochdruck: Was ist eine arterielle Hypertonie?
Veröffentlicht am 13.08.2025

Bluthochdruck-Patienten sollten regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren. Quelle: Canva.de
Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist heute eine der häufigsten Volkskrankheiten. Ein hoher Blutdruck bleibt oft unbemerkt, kann jedoch ernsthafte Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben. Ursachen sind vor allem moderne Lebensgewohnheiten wie Stress, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Die hohe Verbreitung macht Hypertonie nicht nur zu einem medizinischen, sondern auch zu einem gesellschaftlichen Problem, das aktive Prävention und Aufklärung erfordert.
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Bluthochdruck (Hypertonie) - Definition
Arterielle Hypertonie (auch Bluthochdruck) ist eine chronische Erkrankung, bei der der Blutdruck in den arteriellen Gefäßen dauerhaft erhöht ist. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Hochdruckliga liegt eine arterielle Hypertonie vor, wenn der systolische Blutdruck ≥ 140 mmHg und/oder der diastolische Blutdruck ≥ 90 mmHg beträgt – gemessen an mehreren Tagen in Ruhe.
Unbehandelt kann Bluthochdruck das Herz, die Gefäße, das Gehirn und andere Organe schädigen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen deutlich erhöhen. Da die Erkrankung oft symptomlos verläuft, wird sie auch als „stiller Killer“ bezeichnet.
Epidemiologie
Bluthochdruck ist in Deutschland der wichtigste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zählt zu den häufigsten Todesursachen. Der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention zufolge sind etwa 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen, darunter drei von vier Personen im Alter zwischen 70 und 79 Jahren. Rund ein Fünftel der Betroffenen sind sich ihrer Erkrankung nicht bewusst. Doch selbst Patienten, die von ihrer Krankheit wissen, lassen sich nur selten behandeln. Etwa 88 Prozent der Erkrankungen bleiben unbehandelt. – und dass, obwohl die Therapie bei etwa drei Viertel der Behandelten zu guten Blutdruckwerten führt.

Anna Liebig
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Bluthochdruck (Hypertonie) - Ursachen & Risikofaktoren
Die primäre Hypertonie ist eine chronisch erhöhte Blutdruckerkrankung, bei der keine klare organische Ursache nachgewiesen werden kann. Sie ist die häufigste Form des Bluthochdrucks (etwa 90 bis95 Prozent der Fälle).
1. Höheres Lebensalter
Mit steigendem Alter nimmt die Elastizität der Gefäße ab, der Blutdruck steigt häufiger an.
2. Rauchen
Nikotin verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck kurzfristig – langfristig steigt das Risiko für chronischen Bluthochdruck.
3. Ausgeprägter Alkoholkonsum
Regelmäßiger hoher Alkoholkonsum kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen.
4. Übermäßige Kochsalzzufuhr
Zu viel Salz erhöht das Blutvolumen und den Gefäßwiderstand → Blutdruckanstieg.
5. Adipositas (Fettleibigkeit)
Mehr Körperfett belastet das Herz-Kreislauf-System und fördert Insulinresistenz sowie Gefäßveränderungen.
6. Dyslipidämien
Ungünstige Blutfettwerte (z.B. hohes LDL, niedriges HDL) fördern Arteriosklerose und damit Blutdruckanstieg.
7. Insulinresistenz / Diabetes mellitus Typ 2
Geht häufig mit Endothelschäden und erhöhtem Sympathikotonus einher → Blutdrucksteigerung.
8. Positive Familienanamnese
Genetische Veranlagung: Kinder von Eltern mit Hypertonie haben ein erhöhtes Risiko.
9. Starke psychische Belastung / Stress
Dauerhafte Aktivierung des sympathischen Nervensystems → Blutdruckanstieg.
10. Bewegungsmangel
Führt zu schwächerer Gefäßregulation und erhöhtem Körpergewicht.
Die sekundäre Hypertonie ist eine Form des Bluthochdrucks, bei der eine erkennbare, behandelbare Grunderkrankung die Ursache ist. Sie tritt seltener auf (etwa 5–10 % der Fälle).
1. Schlafapnoe-Syndrom:
Atemaussetzer im Schlaf führen zu Bluthochdruck.
2. Hormonstörungen:
- Primärer Hyperaldosteronismus (zu viel Aldosteron)
- Cushing-Syndrom (zu viel Cortisol)
- Phäochromozytom (Tumor mit zu viel Adrenalin)
- Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
- Akromegalie (zu viel Wachstumshormon)
3. Nierenerkrankungen:
- Entzündungen oder Schäden im Nierengewebe (z. B. Glomerulonephritis)
- Verengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose)
4. Medikamente und Drogen:
z. B. NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika), Kortison, Alkohol, Kokain, Amphetamine
5. Andere Ursachen:
- Aortenisthmusstenose (angeborene Gefäßverengung)
- Schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie Präeklampsie (Bluthochdruck in der Schwangerschaft)
Klassifikation
| Stadium | Systolisch (mmHg) | Diastolisch (mmHg) |
|---|---|---|
| Normal | 120–129 | 80–84 |
| Hoch-normal | 130–139 | 85–89 |
| Hypertonie Grad 1 | 140–159 | 90–99 |
| Hypertonie Grad 2 | 160–179 | 100–109 |
| Hypertonie Grad 3 | ≥180 | ≥110 |
Arterielle Hypertonie - Wie erkennt man Bluthochdruck?
Ziel der allgemeinen Diagnostik bei arterieller Hypertonie ist es, die Diagnose eindeutig zu sichern und den Schweregrad der Erkrankung festzulegen. Sobald eine Hypertonie festgestellt wurde, folgt die weiterführende Diagnostik, die unter anderem das Erkennen möglicher hypertoniebedingter Endorganschäden umfasst. Zudem sollte abgeklärt werden, ob eine sekundäre Hypertonie vorliegt, also eine durch andere Erkrankungen verursachte Form des Bluthochdrucks. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die umfassende Erhebung kardiovaskulärer Risikofaktoren, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung einer Arteriosklerose.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Hierbei werden Symptome sowie mögliche Hinweise auf Organschäden erfragt. Zusätzlich ist es wichtig, Begleiterkrankungen zu erfassen – etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, chronische Nierenerkrankungen, das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom oder hypertensive Schwangerschaftserkrankungen. Auch die Familienanamnese spielt dabei eine wichtige Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dauermedikation. Es wird überprüft, ob blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden, wie gut diese vertragen werden und ob die Patientin oder der Patient diese regelmäßig einnimmt (Adhärenz). Darüber hinaus wird erfasst, ob Medikamente oder Suchtmittel eingenommen werden, die den Blutdruck erhöhen können. Auch Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Arzneimitteln werden dokumentiert.
Der Lebensstil ist ein weiterer relevanter Faktor in der Diagnostik. Hierzu zählen unter anderem Trinkgewohnheiten, Ernährung, Konsum von Nikotin oder Alkohol, körperliche Aktivität, Schlafverhalten, Schnarchen sowie das Stressempfinden.
Die körperliche Untersuchung konzentriert sich insbesondere auf die Pulsqualität. Ein sogenannter Pulsus durus – ein harter, kräftiger und schwer abzudrückender Puls – kann ein Hinweis auf Bluthochdruck sein.
Ergänzend erfolgt eine Labordiagnostik, um den allgemeinen Gesundheitszustand sowie mögliche Begleiterkrankungen zu beurteilen. Dazu zählen ein kleines Blutbild, die Bestimmung von Elektrolyten (Natrium, Kalium), Nierenfunktionsparameter (Retentionswerte, eGFR), Blutzucker, Langzeitzucker (HbA1c), der Lipidstatus sowie eine Urinuntersuchung, einschließlich des Tests auf Albuminurie (ein Protein, Albumin, befindet sich im Urin).
Blutdruck messen
Wie macht sich Bluthochdruck bemerkbar?
Arterielle Hypertonie bleibt oft lange unbemerkt, da sie in vielen Fällen keine spürbaren Beschwerden verursacht. Einige Menschen berichten über unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen (vor allem morgens), Schwindel, Nasenbluten, Nervosität, Schlafstörungen oder ein Druckgefühl im Kopf. Diese Anzeichen sind jedoch nicht eindeutig – deshalb ist regelmäßiges Blutdruckmessen besonders wichtig, um Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen.
| Methode | Durchführung | Indikationen / Vorteile | Nachteile / Besonderheiten | Grenzwerte |
|---|---|---|---|---|
| Praxisblutdruckmessung | Messung durch medizinisches Fachpersonal; 3–5 Min. Ruhe; Manschette am Oberarm | Routinemäßige Kontrolle Erste Einschätzung |
Weißkittelhypertonie möglich Keine Werte im Schlaf |
≥140/90 mmHg |
| 24-h-Blutdruckmessung | Tragbares Gerät misst automatisch über 24 Std.; Tages- und Nachtwerte | Ausschluss Weißkittelhypertonie Verlauf & Schwankungen erfassen |
Eingeschränkter Tragekomfort Belastung durch nächtliche Messung |
Tagesmittel: ≥135/85 mmHg Nachtmittel: ≥120/70 mmHg 24-h-Mittel: ≥130/80 mmHg |
| Heimblutdruckmessung | Selbstmessung zu Hause mit automatischen Geräten | Langfristige Kontrolle Gute Aussagekraft bei richtiger Anwendung |
Fehlerhafte Anwendung möglich Schulung nötig |
≥135/85 mmHg |
Worauf musst du bei der Blutdruckmessung besonders achten?
Empfehlungen nach der International Society of Hypertension (ISH):
- Rücken gestützt
- Keine Gespräche während und zwischen den Messungen
- Manschette passend zu Armgröße (klein, normal, groß)
- Arm ist frei und ruht auf Herzhöhe
- Validierte elektronische Oberarmmanschette
- Füße flach auf dem Boden
Therapie der arterielle Hypertonie - Behandlung
Zu Beginn der Behandlung sollte der Blutdruck innerhalb von drei Monaten auf unter 140/90 mmHg gesenkt werden. Langfristig liegt das empfohlene Ziel bei einem systolischen Wert von etwa 130 mmHg und einem diastolischen Wert zwischen 70 und 79 mmHg.
Nicht-medikamentöse Maßnahmen
Lebensstilanpassungen sind bei jeder Hypertonie wichtig – allein oder ergänzend zur medikamentösen Therapie. Empfohlen werden: weniger Alkohol, kein Zucker in Getränken, salzarme Ernährung, Rauchstopp, gesunde Kost, regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion und Vermeidung blutdrucksteigernder Substanzen. Zusätzlich wird eine regelmäßige Heimblutdruckmessung empfohlen.
Medikamentöse Maßnahmen
Ob Medikamente gegen Bluthochdruck nötig sind, hängt vom Blutdruckwert und dem allgemeinen Gesundheitsrisiko ab. Ab einem bestimmten Wert (Grad 1) ist eine medikamentöse Behandlung meist sinnvoll. Bei nur leicht erhöhtem Blutdruck und sonst guter Gesundheit kann zuerst ein Versuch ohne Medikamente gemacht werden.
Die Behandlung startet oft mit zwei Medikamenten gleichzeitig. Dabei kommen in der Regel folgende Wirkstoffe zum Einsatz:
- ACE-Hemmer oder AT1-Blocker: Diese Wirkstoffe entspannen die Blutgefäße und senken so den Blutdruck.
- Entwässerungsmittel (Thiazid-Diuretika): Sie helfen, überschüssiges Wasser und Salz aus dem Körper auszuscheiden, was den Blutdruck senkt.
- Calciumkanalblocker: Sie erweitern die Blutgefäße und senken so den Druck.
Betablocker werden nur eingesetzt, wenn besondere Gründe vorliegen, z. B. bei bestimmten Herzkrankheiten oder in der Schwangerschaft.
Wenn die Blutdruckwerte trotz Behandlung zu hoch bleiben, kann man:
- die Dosierung erhöhen,
- auf eine andere Kombination umstellen oder
- ein drittes Medikament hinzufügen.
Was ist eine hypertensive Krise?
Bei einer hypertensiven Entgleisung steigt der Blutdruck stark an – auf Werte von mindestens 180/110 mmHg oder höher. Dabei treten keine akuten Schäden an Organen (wie Herz, Gehirn oder Nieren) auf.
Ein plötzlicher starker Anstieg des Blutdrucks kann verschiedene Beschwerden auslösen. Viele Betroffene fühlen sich schwindelig, benommen oder hören ein Rauschen im Ohr. Auch leichte Kopfschmerzen, Nasenbluten oder eine auffällige Gesichtsrötung können auftreten. Häufig kommt ein Gefühl innerer Unruhe hinzu, begleitet von Nervosität, Zittern und Schwitzen. Manche Menschen schlafen schlechter, verspüren starkes Herzklopfen oder ein unangenehmes Druckgefühl in der Brust.
Fazit: Früherkennung, Behandlung, Prävention
Arterielle Hypertonie ist eine häufige, aber oft unbemerkte Erkrankung. Sie erhöht das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung – durch Lebensstiländerung und bei Bedarf Medikamente – sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.
Bluthochdruck ist nicht nur ein medizinisches Problem, sondern ein Spiegelbild moderner Lebensbedingungen. Um ihn wirksam zu bekämpfen, braucht es ein Zusammenspiel aus individueller Verantwortung, öffentlichen Gesundheitsstrategien und strukturellen Veränderungen.
Die wichtigsten Fragen zu Bluthochdruck
Welcher Mangel löst hohen Blutdruck aus?
Ein Mangel an bestimmten Mineralstoffen kann Bluthochdruck begünstigen, besonders an Kalium, Magnesium und Calcium. Diese Mineralstoffe helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren, die Gefäße zu entspannen und den Blutdruck im Gleichgewicht zu halten. Fehlen sie, kann es zu einer erhöhten Gefäßspannung kommen. Besonders Kalium spielt eine Schlüsselrolle, weil es den Natriumüberschuss im Körper ausgleicht – zu viel Natrium (Salz) bei gleichzeitig zu wenig Kalium kann den Blutdruck deutlich ansteigen lassen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Nüssen, Vollkornprodukten und Milchprodukten hilft, diese Mineralstoffe ausreichend aufzunehmen.
Bei welchem Blutdruck droht ein Herzinfarkt?
Ein Herzinfarkt kann schon bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck drohen – je höher der Wert, desto größer das Risiko. Besonders kritisch wird es ab Werten über 180/110 mmHg, da hier akute Gefäßschäden und Herz-Kreislauf-Komplikationen wahrscheinlicher sind. Doch auch bereits langfristig leicht bis mäßig erhöhter Blutdruck (ab etwa 140/90 mmHg) belastet Herz und Gefäße und kann auf Dauer zu einem Herzinfarkt führen. Entscheidend ist also nicht nur der einzelne Messwert, sondern auch, wie lange der Blutdruck zu hoch ist. Regelmäßige Kontrolle und eine frühzeitige Behandlung sind wichtig, um das Risiko zu senken.
Wie wird ein hypertensiver Notfall behandelt?
Das Ziel ist, den Blutdruck schnell, aber kontrolliert medikamentös zu senken, um weitere Schäden zu verhindern.
Meist wird das Medikament über eine Infusion direkt in die Vene gegeben, damit es schnell wirkt. Die Behandlung findet unter ständiger Überwachung im Krankenhaus statt.
Als erstes wird oft das Medikament Urapidil verwendet, das die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck senkt.
Je nach Situation können auch andere Mittel zum Einsatz kommen:
- Bei Herzproblemen wird manchmal Glyceroltrinitrat gegeben, es erweitert die Blutgefäße und entlastet das Herz.
- Bei Unruhe oder Alkoholentzug kann Clonidin helfen, es wirkt beruhigend und senkt den Blutdruck, indem es das Nervensystem entspannt.
- In sehr schweren Fällen wird das starke Medikament Nitroprussid eingesetzt, das die Gefäße schnell und stark erweitert.
Wann wird aus einer Entgleisung ein medizinischer Notfall?
Ein hypertensiver Notfall ist ein plötzlicher und starker Blutdruckanstieg, bei dem es zu akuten Schäden an lebenswichtigen Organen kommt. Das kann Herz, Gehirn, Blutgefäße oder Nieren betreffen und ist lebensbedrohlich. Ein solcher Notfall kann bei jeder Form von Bluthochdruck auftreten – auch bei Menschen, die bisher keine Probleme hatten.
Typische Komplikationen sind zum Beispiel ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, Wasser in der Lunge (Lungenödem) oder schwere Gehirnfunktionsstörungen. Auch ein Riss in der Hauptschlagader (Aortensyndrom) oder – bei Schwangeren – eine schwere Präeklampsie.
Ursachen können zum Beispiel Fehler in der Medikamenteneinnahme, Änderungen im Therapieplan oder eine nicht behandelte sekundäre Hypertonie sein.
Ein hypertensiver Notfall ist immer ein medizinischer Notfall und muss sofort im Krankenhaus behandelt werden.
Was tun bei stark erhöhtem Blutdruck?
In der Regel ist keine sofortige Notfallbehandlung nötig. Es reicht meist, den Blutdruck langsam über 24 bis 48 Stunden zu senken.
Zunächst helfen oft schon Ruhe und Entspannung, zum Beispiel durch Hinlegen in ruhiger Umgebung. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus ist meistens nicht notwendig.
Wenn Medikamente nötig sind, wird entweder eine neue Blutdrucktherapie begonnen oder eine bestehende angepasst. Dabei ist wichtig, den Blutdruck nicht zu schnell zu senken, um Komplikationen zu vermeiden.
Zur Behandlung können bestimmte Medikamente wie Calciumantagonisten oder ACE-Hemmer (z. B. Captopril) eingesetzt werden – in der Regel als Tabletten. Bei starker Symptomatik kann eine orale Akutbehandlung sinnvoll sein.
Ziel der Therapie ist immer, den Blutdruck kontrolliert und sicher zu senken, ohne den Körper zu belasten.
Medizinische und rechtliche Hinweise:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Die enthaltenen Informationen sind nicht dafür geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. abzubrechen. Bei gesundheitlichen Anliegen und zur Klärung individueller Fragen sollte stets ein qualifizierter Arzt oder eine qualifizierte Ärztin konsultiert werden. Im Falle gesundheitlicher Probleme ist es wichtig, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Quellen
- Hochdruckliga; Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention, Informationen/Bluthochdruck in Zahlen, abgerufen am 04.08.2024 von https://www.hochdruckliga.de/presse/informationen/bluthochdruck-in-zahlen
- Hochdruckliga; Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention, Leitfaden 2023/Hypertonie-Leitlinien, abgerufen am 04.08.2025 von https://www.hochdruckliga.de/fileadmin/downloads/mediziner/leitlinien/DHL-XXXXX-23-Leitlinien-Kurzfassung-Web.pdf
- AMBOSS SE; Kapitel: Arterielle Hypertonie; Kapitel zuletzt aktualisiert am: 23.07.2025, Stand: 04.08.2025; https://next.amboss.com/de/article/Xh09cf
- Stiftung Gesundheitswissen 2023, Hypertonie: Was ist Bluthochdruck?, abgerufen am 04.08.2025 von https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/hypertonie/allgemeines
- Prof. Dr. med. Philipp Stawowy, Deutsches Herzzentrum der Charité, Herzatlas/Bluthochdruck, abgerufen am 04.08.2025 von https://www.dhzc.charite.de/ratgeber/bluthochdruck/
- World Health Organization (WHO); Hypertension – Definition, Ursachen und Risiken dauerhaft erhöhter Blutdruckwerte; abgerufen am 30.07.2025 von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension











