Tag der humanitären Hilfe 2026: Pflege in Krisengebieten
Veröffentlicht am 20.08.2026

Pflegefachkräfte übernehmen in humanitären Krisen wichtige Aufgaben. Bildquelle: Canva.de
Der Tag der humanitären Hilfe findet jedes Jahr am 19. August statt und erinnert weltweit an die Menschen, die sich für die medizinische Versorgung und das Wohlergehen anderer einsetzen, oft unter schwierigsten und gefährlichen Bedingungen. Auch du kannst als Pflegefachkraft in humanitären Krisen eine entscheidende Rolle übernehmen: Du versorgst Verletzte und Erkrankte, begleitest Menschen in existenziellen Situationen und leistest Unterstützung dort, wo reguläre Gesundheitsstrukturen häufig nicht mehr funktionieren.
Doch was bedeutet professionelle Pflege unter humanitären Bedingungen? Welche besonderen Herausforderungen erwarten dich in Krisengebieten und welche Kompetenzen brauchst du, um auch unter außergewöhnlichen Bedingungen eine sichere, professionelle und menschenwürdige Versorgung zu gewährleisten?
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Das Wichtigste in Kürze
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🌍 Tag der humanitären Hilfe am 19. August: Der Welttag erinnert jährlich an humanitäre Helfer:innen und macht auf die Situation von Menschen in Krisengebieten aufmerksam.
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🕊️ Der Aktionstag geht auf das Jahr 2003 zurück: Anlass war der Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen.
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🩺 Pflegekräfte spielen in Krisengebieten eine wichtige Rolle: Sie versorgen Verletzte und Erkrankte, unterstützen bei Notfallmaßnahmen und tragen zur Infektionsprävention und Gesundheitsversorgung bei.
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🚑 Humanitäre Pflege stellt besondere Anforderungen: Begrenzte Ressourcen, hoher Entscheidungsdruck, Sicherheitsrisiken und psychische Belastungen gehören zu den möglichen Herausforderungen.
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🎓 Zusätzliche Kompetenzen sind gefragt: Neben pflegerischem Fachwissen sind unter anderem Notfallkompetenz, Flexibilität, interkulturelle Kompetenz und Teamfähigkeit wichtig.
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🤝 Humanitäres Engagement ist auch in Deutschland möglich: Pflegefachkräfte können sich beispielsweise im Katastrophenschutz, bei Hilfsorganisationen oder in der Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung engagieren.

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Tag der humanitären Hilfe: Bedeutung und Ursprung
Seinen Ursprung hat der Tag der humanitären Hilfe in einem tragischen Ereignis: Am 19. August 2003 wurde das Canal Hotel in Bagdad, Irak, in dem sich das Hauptquartier der UN-Mission im Irak befand, bei einem Bombenanschlag getroffen. Dabei kamen 22 Menschen ums Leben, darunter der damalige UN-Sonderbeauftragte für den Irak, Sérgio Vieira de Mello. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Der Anschlag machte auf dramatische Weise sichtbar, welchen Gefahren humanitäre Helfer:innen bei ihren Einsätzen ausgesetzt sind.
Fünf Jahre später, im Dezember 2008, beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 19. August offiziell zum Welttag der humanitären Hilfe zu erklären. 2009 wurde der Aktionstag erstmals weltweit begangen. Seitdem erinnert er jährlich an die Menschen, die bei humanitären Einsätzen ihr Leben verloren haben, und macht zugleich auf die Arbeit von Helfer:innen aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen dabei das Überleben, das Wohlergehen und die Würde von Menschen, die von Krisen betroffen sind, sowie der Schutz derjenigen, die ihnen helfen.
Für dich in der Pflege ist dieser Hintergrund besonders relevant. Denn humanitäre Hilfe ist ohne medizinische Versorgung und professionelle Pflege kaum denkbar. Wenn Krankenhäuser beschädigt sind, Medikamente fehlen oder große Bevölkerungsgruppen gleichzeitig versorgt werden müssen, übernehmen Pflegefachkräfte wichtige Aufgaben. Der Tag der humanitären Hilfe lenkt damit auch den Blick auf die Bedeutung der Pflege in Situationen, in denen die üblichen Strukturen des Gesundheitswesens an ihre Grenzen kommen.
Tag der humanitären Hilfe 2026: Motto und Schwerpunkt
2026 steht der Tag der humanitären Hilfe unter der Botschaft „The time for concern is over. The time for consequence is now.“ – sinngemäß: Die Zeit der Besorgnis ist vorbei. Jetzt müssen Konsequenzen folgen. Die Vereinten Nationen wollen damit den Blick auf die zunehmenden Gefahren für Menschen richten, die humanitäre Hilfe leisten oder auf sie angewiesen sind. Die Kampagne #ACTFORHUMANITY fordert dazu auf, nicht bei Betroffenheit und öffentlichen Appellen stehen zu bleiben, sondern konkrete Maßnahmen für den Schutz und die Unterstützung von Menschen in Krisen zu ergreifen.
Für die Pflege ist dieser Schwerpunkt besonders relevant. Pflegefachkräfte sind in humanitären Krisen unmittelbar an der Versorgung von Menschen beteiligt und arbeiten dabei teilweise unter Bedingungen, die weit von ihrem gewohnten Arbeitsalltag entfernt sind. Wenn Konflikte, Gewalt oder andere Krisen die Gesundheitsversorgung beeinträchtigen, betrifft die Frage nach Schutz und humanitärem Zugang auch diejenigen, die medizinische und pflegerische Hilfe leisten. Der Tag der humanitären Hilfe 2026 bietet deshalb einen guten Anlass, genauer darauf zu schauen, welche Bedeutung Pflege in Krisensituationen hat und welchen Herausforderungen du dabei begegnen kannst.
Was ist humanitäre Hilfe und wann wird sie benötigt?
Humanitäre Hilfe wird immer dann notwendig, wenn Menschen durch eine Krise ihre grundlegende Versorgung, Sicherheit oder den Zugang zu medizinischer Hilfe verlieren. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein und sich gegenseitig verstärken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet unter anderem zwischen Konflikten, Naturkatastrophen, Krankheitsausbrüchen und anderen gesundheitlichen Notlagen.
Typische Situationen sind:
- Kriege und bewaffnete Konflikte: Gewalt kann Menschen verletzen, zur Flucht zwingen und gleichzeitig Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und andere wichtige Infrastrukturen beschädigen oder zerstören.
- Naturkatastrophen: Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürren oder andere extreme Ereignisse können innerhalb kurzer Zeit die medizinische Versorgung und grundlegende Infrastruktur unterbrechen.
- Flucht und Vertreibung: Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, haben häufig keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung, Medikamenten, sauberem Wasser oder sanitären Einrichtungen. Dadurch können sich bestehende gesundheitliche Probleme verschärfen und neue Gesundheitsrisiken entstehen.
- Epidemien und Krankheitsausbrüche: In Krisengebieten können beispielsweise Cholera, Masern oder andere Infektionskrankheiten besonders schnell zu einem zusätzlichen Problem werden, wenn Impfprogramme, Hygiene und medizinische Versorgung eingeschränkt sind.
- Zusammenbruch von Gesundheitssystemen: Besonders kritisch wird es, wenn Krankenhäuser und Gesundheitsstationen nicht mehr ausreichend funktionieren, medizinisches Personal fehlt oder Medikamente und andere wichtige Materialien nicht verfügbar sind.
Dabei gilt: Humanitäre Krisen haben fast immer auch eine gesundheitliche Dimension. Die WHO schätzt für 2026, dass weltweit rund 239 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung benötigen. Als wesentliche Ursachen nennt sie unter anderem Konflikte, klimabedingte Krisen und Krankheitsausbrüche.
Für dich als Pflegefachkraft wird damit deutlich, warum humanitäre Hilfe und Pflege eng miteinander verbunden sind. Wo die reguläre Gesundheitsversorgung an ihre Grenzen kommt, müssen grundlegende medizinische und pflegerische Leistungen trotzdem aufrechterhalten werden. Genau hier beginnt die besondere Bedeutung humanitärer Pflege.
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Pflege in Krisengebieten: Welche Aufgaben übernehmen Pflegekräfte?
In humanitären Krisen übernimmt Pflege eine zentrale Funktion in der unmittelbaren Versorgung und Betreuung von Menschen. Pflegefachkräfte sind häufig besonders nah an den Patient:innen und übernehmen je nach Situation Aufgaben von der Ersteinschätzung und Triage bis zur weiteren Behandlung und Überwachung. Dazu gehören beispielsweise das Erkennen lebensbedrohlicher Zustände, die Durchführung notwendiger pflegerischer und medizinischer Maßnahmen, die Verabreichung von Medikamenten sowie die frühzeitige Weiterleitung an andere medizinische Fachbereiche. Die WHO beschreibt Pflegefachkräfte deshalb als wichtige Akteure in der Versorgung bei Notfällen, Epidemien, Katastrophen und humanitären Krisen.
Dabei beschränkt sich die Aufgabe nicht auf die unmittelbare Behandlung. Gerade in Krisensituationen tragen Pflegefachkräfte dazu bei, Versorgungskontinuität und Gesundheitsschutz aufrechtzuerhalten. Sie können bei der Prävention und Kontrolle von Infektionen mitwirken, Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen, Patient:innen sowie Angehörige informieren und bei der Versorgung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen unterstützen. In Flüchtlings- und Konfliktsituationen kann außerdem die langfristige Betreuung von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder anderen bestehenden gesundheitlichen Problemen eine wichtige Aufgabe sein.
Auch die Koordination gewinnt unter Krisenbedingungen an Bedeutung. Pflegefachkräfte arbeiten eng mit Ärzt:innen, Rettungsdiensten, psychosozialen Fachkräften und weiteren Helfenden zusammen. Der International Council of Nurses (ICN) zählt deshalb neben der direkten Versorgung unter anderem auch Kommunikation, Koordination, Assessment, Sicherheit und die Planung von Notfallmaßnahmen zu wichtigen Kompetenzbereichen der Katastrophenpflege.
Pflege in Krisengebieten: Herausforderungen für Pflegekräfte
Als Pflegefachkraft kannst du in humanitären Einsätzen mit besonderen fachlichen und persönlichen Anforderungen konfrontiert werden. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Herausforderungen und was sie konkret für deinen Arbeitsalltag bedeuten können.
Herausforderungen in der Katastrophenpflege
| Herausforderung | Was bedeutet das für dich? |
|---|---|
| Begrenzte Ressourcen | Medikamente, medizinische Materialien, Strom, Wasser oder geeignete Räumlichkeiten können fehlen. Du musst Prioritäten setzen und vorhandene Ressourcen möglichst effektiv einsetzen. |
| Hoher Zeit- und Entscheidungsdruck | Bei vielen Verletzten oder Erkrankten gleichzeitig musst du Situationen schnell einschätzen und entscheiden, welche Versorgung zuerst notwendig ist. |
| Unsichere Arbeitsbedingungen | Je nach Krisensituation können Gewalt, Angriffe, instabile Infrastruktur oder gefährliche Umgebungsbedingungen deine eigene Sicherheit und die deiner Patient:innen beeinträchtigen. Sicherheit und Risikoeinschätzung gehören deshalb zu den grundlegenden Kompetenzen in der Katastrophenpflege. |
| Psychische Belastung | Du kannst mit schweren Verletzungen, Tod, Verlust und traumatischen Erlebnissen konfrontiert werden. Gleichzeitig musst du auch deine eigene psychische Belastung im Blick behalten. Die WHO weist darauf hin, dass Notlagen auch für Helfende erhebliche psychische Belastungen mit sich bringen können. |
| Kommunikation und kulturelle Unterschiede | Sprachbarrieren, unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von Krankheit und Behandlung sowie schwierige Kommunikationsbedingungen können die Versorgung zusätzlich erschweren. |
| Ethische Entscheidungen | Wenn nicht alle Menschen gleichzeitig die notwendige Behandlung erhalten können, können schwierige Priorisierungs- und Verteilungsentscheidungen entstehen. Dabei müssen medizinische Notwendigkeit, Gerechtigkeit und die Würde der Betroffenen berücksichtigt werden. Der ICN zählt rechtliche und ethische Aspekte ausdrücklich zu den Kernkompetenzen der Katastrophenpflege. |
Gerade die Kombination dieser Faktoren macht humanitäre Pflege anspruchsvoll. Du benötigst nicht nur medizinisch-pflegerisches Fachwissen, sondern musst gleichzeitig flexibel, entscheidungsfähig, kommunikationsstark und sicherheitsbewusst handeln. Hinzu kommt die Fähigkeit, auch unter hoher Belastung professionell zu bleiben.
Welche Voraussetzungen brauchen Pflegekräfte für humanitäre Einsätze?
Für die Arbeit in humanitären Krisen reicht klassisches pflegerisches Fachwissen allein nicht aus. Du brauchst zusätzlich die Fähigkeit, dein Wissen flexibel auf ungewohnte Situationen anzuwenden und auch unter schwierigen Rahmenbedingungen professionell zu handeln.
- Klinische und notfallpflegerische Kompetenz: Du solltest gesundheitliche Notfälle schnell erkennen, Prioritäten setzen und notwendige Maßnahmen sicher durchführen können.
- Entscheidungs- und Anpassungsfähigkeit: Da sich Situationen schnell verändern können, musst du Entscheidungen häufig unter Unsicherheit treffen und deine Vorgehensweise flexibel anpassen.
- Kommunikationsfähigkeit: Eine klare und respektvolle Kommunikation ist besonders wichtig, wenn du mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und kultureller Prägung arbeitest oder in interprofessionellen Teams zusammenarbeitest.
- Interkulturelle Kompetenz: Du solltest unterschiedliche Wertvorstellungen, Gesundheitskonzepte und Bedürfnisse berücksichtigen und gleichzeitig eine individuelle und respektvolle Pflege ermöglichen.
- Team- und Kooperationsfähigkeit: Humanitäre Einsätze erfordern eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen und Organisationen. Du musst dich schnell in bestehende Teams integrieren und Informationen zuverlässig weitergeben können.
- Psychische Widerstandsfähigkeit: Der Umgang mit Leid, schweren Verletzungen und Todesfällen kann belastend sein. Deshalb gehören auch Selbstfürsorge, der Umgang mit Stress und das Erkennen eigener Belastungsgrenzen zu wichtigen Kompetenzen.
- Ethische und rechtliche Handlungskompetenz: Wenn Ressourcen begrenzt sind oder nicht alle Menschen gleichzeitig versorgt werden können, können schwierige ethische Entscheidungen entstehen. Du solltest solche Situationen reflektieren und dich dabei an professionellen und rechtlichen Grundsätzen orientieren.
Du musst nicht direkt in ein internationales Krisengebiet gehen, um dich humanitär zu engagieren. Auch der Katastrophenschutz, die ehrenamtliche Arbeit bei Hilfsorganisationen oder die Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung bieten Möglichkeiten, deine pflegerischen Kompetenzen einzubringen.
Als Pflegekraft in der humanitären Hilfe arbeiten: Möglichkeiten und Organisationen
Wenn du dich als Pflegefachkraft humanitär engagieren möchtest, stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen. Du kannst dich beispielsweise bei internationalen Hilfsorganisationen für einen Einsatz im Ausland bewerben, dich in speziellen Fort- und Weiterbildungen auf die Arbeit in Krisen- und Katastrophengebieten vorbereiten oder dich bei regionalen Hilfsangeboten engagieren. Auch ohne einen Auslandseinsatz kannst du einen wichtigen Beitrag leisten, etwa durch ehrenamtliche Arbeit, die Unterstützung von Geflüchteten oder dein Engagement im Katastrophenschutz.
Je nach Organisation und Einsatzgebiet können zusätzliche Voraussetzungen wie Sprachkenntnisse, Impfungen, spezielle Weiterbildungen oder Erfahrungen in der Notfallversorgung erforderlich sein. Welche Anforderungen konkret gelten, hängt dabei vom jeweiligen Träger und Einsatz ab.
Die folgende Übersicht zeigt einige Träger, bei denen du dich über konkrete Möglichkeiten für dein Engagement informieren kannst:
| Träger | Möglichkeit für Pflegefachkräfte | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ärzte ohne Grenzen | Internationale Projekte, z. B. Gesundheitsversorgung, Teamleitung, Schulung und Hygiene | Für bestimmte Pflegeprofile gelten konkrete Berufserfahrungsanforderungen; bei Gesundheits- und Krankenpfleger:innen werden aktuell mindestens fünf Jahre Berufserfahrung genannt. |
| Malteser International | Nothilfeeinsätze und Mitarbeit im „Pool of Experts“ | Auch Gesundheits- und Krankenpfleger:innen gehören zu den möglichen Einsatzprofilen. |
| Johanniter | Ehrenamt im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz, auch humanitäre Nothilfe | Besonders interessant, wenn du dich zunächst in Deutschland engagieren möchtest. |
| Deutsches Rotes Kreuz / Rotkreuz-Bewegung | Katastrophenhilfe, Bevölkerungsschutz und internationale humanitäre Hilfe | Sinnvoll als Beispiel für Engagement auf nationaler und internationaler Ebene. |
Fazit: Pflege ist ein wichtiger Teil humanitärer Hilfe
Der Tag der humanitären Hilfe macht jedes Jahr sichtbar, wie wichtig Unterstützung für Menschen in Krisen ist und welche Verantwortung dabei auch die Gesundheitsversorgung trägt. Für dich als Pflegefachkraft bedeutet humanitäre Pflege, dein Fachwissen unter besonderen Bedingungen einzusetzen, flexibel zu handeln und Menschen auch in schwierigen Situationen professionell und würdevoll zu begleiten.
Dabei erwarten dich besondere fachliche, organisatorische und persönliche Herausforderungen. Gleichzeitig bietet humanitäre Hilfe die Möglichkeit, deine pflegerischen Kompetenzen in einem anderen Umfeld einzusetzen und einen konkreten Beitrag für Menschen in Not zu leisten. Ob bei einem internationalen Einsatz oder im regionalen Katastrophenschutz: Dein Engagement kann einen wichtigen Unterschied machen.
Häufige Fragen zum Tag der humanitären Hilfe
Wann ist der Tag der humanitären Hilfe?
Der Tag der humanitären Hilfe findet jedes Jahr am 19. August statt. Er erinnert an die Bedeutung humanitärer Hilfe und macht auf die Arbeit und den Schutz von Helfer:innen aufmerksam.
Warum wurde der Tag der humanitären Hilfe ins Leben gerufen?
Der Aktionstag geht auf den Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 zurück, bei dem 22 Menschen getötet wurden. 2008 erklärten die Vereinten Nationen den 19. August offiziell zum Welttag der humanitären Hilfe.
Welche Aufgaben übernehmen Pflegefachkräfte in humanitären Krisen?
Pflegefachkräfte übernehmen unter anderem die Versorgung und Überwachung von Patient:innen, unterstützen bei Notfallmaßnahmen und wirken bei Prävention und Infektionsschutz mit. Darüber hinaus sind Kommunikation, Koordination und die Betreuung besonders gefährdeter Menschen wichtige Bestandteile ihrer Arbeit.
Welche Voraussetzungen brauche ich für einen humanitären Pflegeeinsatz?
Das hängt vom jeweiligen Träger und Einsatzgebiet ab, häufig werden jedoch eine abgeschlossene pflegerische Ausbildung, Berufserfahrung und eine hohe persönliche Belastbarkeit vorausgesetzt. Je nach Einsatz können zusätzlich Sprachkenntnisse, spezielle Fachkenntnisse, Impfungen oder Weiterbildungen erforderlich sein.
Wie kann ich mich als Pflegefachkraft humanitär engagieren?
Du kannst dich beispielsweise bei internationalen Hilfsorganisationen bewerben oder dich im Katastrophenschutz und in der lokalen humanitären Hilfe engagieren. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten bieten dir die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und dich für Menschen in Not einzusetzen.
Medizinische und rechtliche Hinweise:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Die enthaltenen Informationen sind nicht dafür geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. abzubrechen. Bei gesundheitlichen Anliegen und zur Klärung individueller Fragen sollte stets ein qualifizierter Arzt oder eine qualifizierte Ärztin konsultiert werden. Im Falle gesundheitlicher Probleme ist es wichtig, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Quellen
United Nations, World Humanitarian Day 19 August, Let’s make protecting each other our greatest achievement; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.un.org/en/observances/humanitarian-day
World Health Organization, WHO grading of public health events and emergencies; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.who.int/emergencies/grading
World Health Organization, Health Emergency and Disaster Risk Management Framework; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.who.int/publications/i/item/health-emergency-and-disaster-risk-management-framework
World Health Organization, Refugee and migrant health; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/refugee-and-migrant-health
International Council of Nurses, ICN launches Core Competencies for Nurses involved in Emergency Medical Teams; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.icn.ch/news/icn-launches-core-competencies-nurses-involved-emergency-medical-teams
Ärzte ohne Grenzen e.V., Gesundheits- und Krankenpflegerin und Gesundheits- und Krankenpfleger; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/stellenangebote/medizinische-berufe/krankenpfleger?utm_campaign_id=79314248&utm_source=adwords&utm_campaign=Grants_HRM&gad_source=1&gad_campaignid=79314248&gbraid=0AAAAAD-6EwRajMZp_au0ULJoYtUEHkhHv&gclid=CjwKCAjwhZDUBhBGEiwAbi5bjgw0RpJM0mLks8VrYVxlWqUNIbqNkK_1IsRIF4S3znz8H0rkKchxJBoCZKsQAvD_BwE
Malteser International, Gemeinsam im Einsatz für Gesundheit und Würde für Menschen in Not; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.malteser-international.org/de.html?gad_source=1&gad_campaignid=677133593&gbraid=0AAAAADorq3EeLuvMB3RK9ID0qphdABlzt&gclid=CjwKCAjwhZDUBhBGEiwAbi5bjrJBcSXLH3fsJPJvoo1tRlJdKh4CUKaNAivSb4-3cvmiKSCLDLv0MxoCxiQQAvD_BwE
Johanniter, Ehrenamtliche Hilfe im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz; aufgerufen am 18.08.2026 von https://www.johanniter.de/mitarbeiten-lernen/ehrenamt/ehrenamtliche-hilfe-im-rettungsdienst-und-bevoelkerungsschutz/
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